
Zum Beginn des Schuljahres standen etwa sechzig Neuankömmlinge vor den Evangelischen Fachschulen Osnabrück, bereit sich zu Sozialassistent/innen ausbilden zu lassen.
Ein wenig orientierungslos, aber dennoch sehr neugierig und motiviert, wurden wir mit offenen Armen aufgenommen. Nach einer Begrüßungsfeier mit der Schüler- und Lehrerschaft folgte die Aufteilung in die BFS 1 Klassen.
Schon in der Anfangsphase des Unterrichts herrschte eine lockere Atmosphäre und man kam leicht in Kontakt mit den anderen Schülern. Wir merkten, dass auf das typische Schüler-Lehrer Verhältnis verzichtet wurde und dass auch die Atmosphäre eines starren Schulalltages nicht aufkam. Erreicht wurde dieses durch das Fehlen einer Schulglocke, durch das »Duzen« der Lehrkräfte, durch eigenständige Entwicklung der Lerninhalte in Gruppenarbeiten, Hausarbeiten, Gruppendiskussionen.
Es werden also keine starren Lerninhalte vermittelt, sondern durch eine sehr abwechslungsreiche Unterrichtsweise wird man dahin gelenkt, eigene Einstellungen zu finden und zu formen.
Wir, stellvertretend für die ersten Klassen der EFS fühlen uns hier sehr wohl und können diese Schule nur weiterempfehlen.
Frauke und Julia, während ihrer Zeit in der BFS 1
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Hallo, ich heiße Monika und bin nun 38 Jahre. Seit fast einem Jahr arbeite ich als Erzieherin, d.h. ich habe meine Ausbildung mit 34 Jahren begonnen, und dies hat sich folgendermaßen entwickelt:
Nach der Hauptschulzeit habe ich die Kinderpflegerinnenausbildung gemacht und im Anschluss den Realschulabschluss. Dann kam eine mehrjährige Berufstätigkeit als Kinderpflegerin, zwischendurch habe ich das Fachabitur Sozialpädagogik abgeschlossen und zwei Kinder inzwischen 11 und 14 Jahre bekommen. Da meine Arbeit als Kinderpflegerin durch die praktische Erfahrung immer qualifizierter wurde, der Stand meiner Bezahlung und die Zweitkraftposition jedoch erhalten blieben, habe ich das als Antrieb genommen, mich erneut auf die Schulbank zu setzen um eine sehr intensive Zeit des Lernens zu erleben. Oftmals war es sehr anstrengend, und ohne den Rückhalt meiner Familie und Freunde hätte ich die Zeit kaum durchgehalten. Doch die Qualifikation hat mein Selbstwertgefühl gesteigert, und ich fühlte mich gerechter eingestuft in der Bezahlung meiner geleisteten Arbeit. Festhalten muss ich jedoch, dass die Vergütung der Erzieherin / des Erziehers der langen Ausbildungszeit und dem Arbeitseinsatz in keinster Weise nahe kommt. Trotzdem sollten besonders Frauen im Auge behalten, dass es zu jeder Zeit möglich ist, die Chancen einer qualifizierten Ausbildung aufzugreifen, hinzuzulernen und sich durch Anregungen in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Monika
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Mein Name ist Andrea. Ich habe im Jahr 2000 im Alter von 39 Jahren meine Ausbildung zur Heilpädagogin an den Evangelischen Fachschulen in Osnabrück begonnen. Mein Wunsch war, mich in pädagogischen Fragen weiterzubilden, Neues zu erfahren und auch wieder neue Motivation für den gewählten Arbeitsbereich zu bekommen.
Anfangs fiel es mir nicht leicht, mich auf die heilpädagogische Sicht in Erziehungsfragen einzulassen. Beobachtungen von Kindern im Kindergarten sollten auf einmal nur »positiv« geschrieben werden, die Stärken der Kinder sollten benannt und alle Beobachtungen »operationalisiert« werden. Doch nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, merkte ich, wie sich mein Denken, meine Beobachtungsgabe wandelte und damit auch meine innere Einstellung.
Die positive Sichtweise und das ressourcenorientierte Arbeiten erleichtert und bereichert die pädagogische Arbeit ungemein. Beides hilft dabei, die Stärken eines jeden Kindes zu erkennen, darauf aufzubauen, aber gleichzeitig auch die Probleme im Auge zu behalten, ohne diese in den Vordergrund zu rücken.
Auch bei mir hat diese Sichtweise etwas bewirkt: Ich bin zufriedener mit der eigenen Arbeit, habe größere Freude daran: Ich bemerke mit dieser Einstellung auch kleine Erfolge und kann beobachten, wie alle Kinder sich stets weiterentwickeln, und kann ihnen dies dann auch positiv zurückmelden.
Dies gibt ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen und hilft ihnen, immer »stärker« und damit ebenfalls zufriedener zu werden.
Ich bin sehr froh, die Ausbildung zur Heilpädagogin gemacht zu haben.
Es war eine gute und erfahrungsreiche Zeit, die ich nicht missen möchte.
Andrea
Anmerkung des Webmasters: Andrea arbeitet in einem Kindergarten als Heilpädagogin.
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