
Erfurcht vor dem Leben:
„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das
leben will.“
(Albert Schweitzer, Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, 1952
Friedensnobelpreis)

Weil ich selbst leben will, erkenne ich in den Anderen einen Bruder eine Schwerster, der/die auch leben will.

Schweigemarsch: Gegen Gewalt – für die Erfurcht
vor dem Leben
Osnabrück, den 26.09.2011. Die efs-os hat sich mit ca.
140 Schüler/innen am Schweigemarsch des Comenius-Kollegs/Mettingen (vom
Ledenhof zum Rathaus) beteiligt. Diese lebensbedrohende Gewalt ist jetzt schon
ganz nahe bei uns, machten Schüler in einem Vorgespräch deutlich. Ein Schüler
des Comenius-Kollegs war in der Nacht zum Sonntag (18.09.11) an der Iburger
Straße von einem 17jährigen erstochen worden. Mit der Beteiligung an dem
Schweigemarsch sollte die Solidarität und das Mitgefühl der efs-os zum
Ausdruck gebracht werden. Es sollte ein Zeichen gesetzt werden, ein Zeichen
gegen Gewalt und für die Achtung des Lebens. Als Mitmenschen und als Geschöpfe
Gottes können wir uns nicht damit abfinden, wenn Leben vernichtet, gequält und
unterdrückt wird. Auf dem Weg zum Ledenhof kamen die Schüler und Lehrer der
efs am Ort der Bluttat vorbei und haben dort eine Schweigeminute gehalten. Es
war hoffnungsvoll zu sehen wie viele Menschen an dieser Stelle Blumen und
Kerzen hingestellt hatten.
Dann ging es weiter zum Ledenhof. Dort wurde eindrucksvoll von einem
Schülervertreter des Kollegs ein Nein zur Gewalt und zur Jugendgewalt
ausgesprochen. An die Gesellschaft und Politik wurde appelliert sich für den
Schutz des Lebens und gegen die Gewalt einzusetzen.

Der anschließende Schweigemarsch führte durch die Fußgängerzone zum Rathaus. Als Zeichen der Trauer und des Mitgefühls wurden vor der Rathaustreppe Blumen niedergelegt. Lt. NOZ (27.09.2011) haben sich etwa 800, überwiegend junge Menschen zum Schweigemarsch versammelt.
Dietmar König, Lehrer an der efs-os