Sparkasse Osnabrück fördert Gedenkwoche an den EFS

Die Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS) erhalten eine Förderung aus dem PS-Zweckertrag der Sparkasse Osnabrück. Mit den Mitteln wird die schulweite Gedenkwoche „Gemeinsam erinnern, Verantwortung leben“ unterstützt, die im November 2026 stattfinden soll.

Die Förderung ist Teil des diesjährigen Programms „Fit für die Gesellschaft – Fit fürs Leben“, mit dem die Sparkasse Osnabrück insgesamt mehr als 115.000 Euro an 110 Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück vergibt. Ziel ist es, Projekte zu unterstützen, die das soziale Miteinander stärken, demokratische Werte fördern und präventiv wirken.

Als Ausbildungsstätte für angehende sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten sowie Erzieherinnen und Erzieher und HeilpädagogInnen legen die Evangelischen Fachschulen besonderen Wert auf Demokratiebildung, gesellschaftliche Verantwortung und die Förderung sozialer Kompetenzen. Die geplante Gedenkwoche knüpft daran an und setzt sich mit den Themen Erinnerungskultur, Toleranz, Zivilcourage und Prävention auseinander.

Bildunterschrift: Gemeinsam für starke Schulen: Bei der symbolischen Übergabe an der Anne-Frank-Schule freuen sich Vertreter:innen der Sparkasse Osnabrück, des pädagogischen Beitrags und unterschiedlicher Schulen über die Förderung aus dem PS-Zweckertrag. Foto: Sparkasse Osnabrück/L. Knemeyer. 

Rund um den Jahrestag der Novemberpogrome sind verschiedene Aktionen geplant. Neben einer gemeinsamen Andacht werden die Schülerinnen und Schüler jahrgangsweise regionale NS-Gedenkstätten besuchen. Beispiele sind die Gedenkstätten Bergen-Belsen, Esterwegen und Augustaschacht. Die Exkursionen werden im Unterricht intensiv vor- und nachbereitet. Workshops und Reflexionsangebote sollen dazu beitragen, historische Ereignisse einzuordnen und Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen herzustellen.

„Als künftige pädagogische Fachkräfte tragen unsere Schülerinnen und Schüler später Verantwortung für Kinder, Jugendliche und Familien. Deshalb ist es uns wichtig, dass sie sich mit demokratischen Werten, gesellschaftlichem Zusammenhalt und den Folgen von Ausgrenzung und Diskriminierung auseinandersetzen“, erklärt Schulleiterin Tanja Krone-Strube. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Sparkasse Osnabrück, die diese wichtige Bildungsarbeit ermöglicht.“

Die Fördermittel werden insbesondere für die Durchführung von Workshops sowie für die An- und Abreise zu den Gedenkstätten eingesetzt. Die Gedenkwoche soll das Bewusstsein für Verantwortung, Empathie und aktives gesellschaftliches Handeln stärken und dazu ermutigen, demokratische Werte im Alltag zu leben.

Die Förderung stammt aus dem PS-Zweckertrag der Lotterie „Sparen und Gewinnen“ der Sparkasse Osnabrück. Ein Teil der Loseinnahmen fließt jährlich in soziale, kulturelle, sportliche und wissenschaftliche Projekte in der Region.



Plakataktion der SV setzt Zeichen für Mitbestimmung und Haltung

„Musterungen erziehen niemanden.“ So lautet nur eines der klaren Statements, mit denen die Schülervertretung (SV) der EFS Osnabrück sowie einige Schülerinnen und Schüler der Schule ihre Meinung zu den Beschlüssen der Bundesregierung kommentieren. Zum Hintergrund: Deutschland hat ab dem 1. Januar 2026 einen neuen, freiwilligen Wehrdienst eingeführt, der zunächst auf Freiwilligkeit basieren soll, aber eine Pflicht zur Wehrerfassung (Fragebogen und Musterung) für alle 18-jährigen Männer vorsieht. Frauen können dies freiwillig tun. Eine „Bedarfswehrpflicht” kann zu einem späteren Zeitpunkt und bei Bedarf per Gesetz beschlossen werden.

Politische Bildung und Teilnahme spielen an den EFS eine große Rolle, wie diese Plakataktion der SV eindrücklich zeigt, denn die Diskussionen rund um die Wehrerfassung haben in den vergangenen Wochen viel Aufmerksamkeit und Gesprächsstoff innerhalb der Schulgemeinschaft erzeugt. Die neuen Beschlüsse des Bundestages zum Wehrdienst, werden an den EFS, an vielen anderen Schulen, Einrichtungen und auch am Abendbrotstisch intensiv diskutiert. 

Schülerinnen und Schüler der EFS beschäftigen sich mit diesen politischen Entscheidungen und den möglichen Auswirkungen auf ihre persönliche Zukunft. Fragen nach Verantwortung, Freiheit, Zwang und gesellschaftlicher Entwicklung bewegen dabei nicht nur Einzelne, sondern ganze Klassen.

Um ihrer kritischen Haltung gegenüber den Beschlüssen Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen die aus ihrer Sicht problematischen Entwicklungen zu setzen, haben engagierte Schülerinnen und Schüler eigene Plakate gestaltet. Mit nachdenklichen Sprüchen, Zitaten und klaren Botschaften regen sie zum Austausch an und laden dazu ein, sich mit dem Thema Wehrdienst und politischer Mitbestimmung auseinanderzusetzen.

„Die Aktion zeigt eindrucksvoll, dass politische Bildung an der EFS Osnabrück nicht nur im Unterricht stattfindet, sondern auch durch aktives, demokratisches Engagement der Schülerschaft gelebt wird”, sagt Marlon Kirchhoff, Schülersprecher der EFS. Die Plakataktion stehe dabei weniger für einfache Antworten als vielmehr für das Recht junger Menschen, ihre Meinung zu äußern, Fragen zu stellen und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu begleiten.

Die Schülervertretung bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz, ihre Kreativität und ihren Mut, Haltung zu zeigen.



Upcycling-OLB der TZ3a

Alten Dingen neues Leben einhauchen, nachhaltig kreativ werden: Der OLB „Upcycling, WERTvolle Gestaltung“ hat sich Mitte November theoretisch und praktisch mit diesem wichtigen Thema beschäftigt und beispielsweise die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) besucht.

Pädagogin Maria Hinze bot den Upcycling-Kurs in der Blockwoche der SPTZ3A an, während sich eine weitere Gruppe unter Helena Ungemach mit dem Thema Cybermobbing befasste.

Hier seht Ihr einige der spannenden Kursergebnisse. Könnt Ihr erraten, was das Ursprungsmaterial ist?

Einkaufsbeutel und Portemonnaie (aus T-shirt, Tetrapak) -> Herstellung ausschließlich durch Schneiden und Knoten…kein Nähen oder Kleben erforderlich)

Adventliches

Geheime Engelsbotschaft im Buch

Federmappe, Bild, Lesezeichen, kleine Nikolaustüte ‚St. Claus‘

Adventliches Haus statt klebriger Tetrapak

Vogelnest mit Herz 

Einkaufsbeutel und Portemonnaie (aus T-shirt, Tetrapak)

Es weihnachtet sehr…

Umhängetasche, kleines Täschchen (aus Fahrradschläuchen)

Geldbeutel (Tetrapak)

Buch mit Geheimfach


Examen an den EFS

Die EFS gratulieren den SchülerInnen der O1, O2 und O3 von Herzen zum bestandenen Examen. Ihr seid nun ErzieherInnen. Wir durften Euch ein kleines Stück Eures Weges begleiten – nun sind wir stolz, ein wenig traurig, vor allem aber freuen wir uns für Euch. In der Lutherkirche begann die Examensfeier mit einem stimmungsvollen Gottesdienst, gestaltet von den Unterstufen. Sie gaben den AbsolventInnen einen Koffer mit an den EFS vertieften Kompetenzen wie Geduld, Beobachtungsgabe oder Kreativität mit auf den Weg. Der Unterstufenchor, begleitet von Jörg Spaude, sang eine wunderschöne Interpretation von „Du bist ein Gott, der mich anschaut“ und Schülerin Johanna sorgte an der Geige für musikalische Akzente.

Andrea Manteuffel (O1), Julian Schmock (O2) und Friederike Niederdalhoff (O3) verabschiedeten Ihre Klassen mit mancher Anekdote, vielen interessanten Einblicken in den Unterricht und natürlich guten Wünschen: Engagiert Euch! Bewahrt Euch Eure Kritikfähigkeit!

Einen bleibenden Eindruck hat bei allen Klassen – neben allerlei pädagogischer Kompetenz – Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ hinterlassen, die im Deutschunterricht und auch im Examen behandelt wurde.

Pädagogin Wiebke Warnecke begeisterte mit einer Klavier-Sologesang-Interpretation von „You Raise Me Up“ – ein Song, der für Gänsehautmomente sorgte.

Nach dem Gottesdienst luden die EFS zum Sektempfang in die Schule. Die Examensparty fand anschließend im Aiconi statt.


Amtseinführung Tanja Krone-Strube

Alles Gute, liebe Tanja Krone-Strube. Die neue Schulleiterin der EFS ist nun offiziell in ihr Amt eingeführt worden.

In einem feierlichen Gottesdienst in der Lutherkirche erhielt Krone-Strube den Segen vom Superintendenten des Kirchenkreises Osnabrück Dr. Joachim Jeska. Der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Bramsche Joachim Cierpka war ebenfalls anwesend und hielt ein Grußwort.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich KollegInnen, einige SchülerInnen sowie Gäste in der Aula der EFS bei einem leckeren Buffet und stimmungsvollen Liedern. Viel Applaus erntete der Spontan-Auftritt der Improvisationstheater-Truppe, die beispielsweise eine romantische Mathestunde bei Tanja zum Besten gaben.

Wir wünschen alles Liebe und Gute für die Zukunft und freuen uns auf schöne gemeinsame Erlebnisse!


Alles Gute zum Examen, liebe TZ4!

Unsere Oberstufen (Tagesklassen) sitzen gerade in den Examensprüfungen, die Teilzeitklassen haben den Prüfungsstress bereits hinter sich. Nun bereichern sie seit einige Wochen ihre Einrichtungen als staatlich geprüfte Erzieherinnen und Erzieher.

Wir vermissen Euch und wünschen alles Gute für die Zukunft – Ihr seid ein Gewinn!

SPTZ4b

SPTZ4a

In der Lutherkirche wurden die folgenden Schülerinnen und Schüler feierlich verabschiedet:

SimonAndresenIbbenbüren
KevinBökenheideDrebber
MariaBorgmannOsnabrück
SimoneBublitzBramsche
MarieEichmeyerBelm
VeronikaFischerGroßkneten
NicoleFleddermannRieste
FulyaGedikliBad Laer
VerenaGeersMerzen
JustineGreweDiepholz
PaulaHillerOsnabrück
FlorinHonischOsnabrück
TanjaKoch-WeberMelle
PaulineKottmannBohmte
CarolaNiekampBissendorf
EminaPepićOsnabrück
VeroniquePetersenBohmte
JuliaPotthoffDissen
RenePrützmannMelle
KatharinaRitterBad Rothenfelde
AdelaRovcaninLengerich
SandraRuggiero-SchulzLemförde
VanessaSchulzeStuhr
FranziskaSchumacherOsnabrück
InesSichlerOsnabrück
SvetlanaSonnengrünBad Essen
KevinStauffenbergWallenhorst
JanisStriederOsnabrück
OlgaVon der HeideBramsche
ChantalWilbersMenslage
SabrinaZechBramsche

Aktuelle Infoveranstaltungen

Möchtet Ihr ErzieherIn oder Sozialpädagogische Assistentin, bzw. Sozialpädagogischer Assistent werden, wisst aber noch nicht so genau, was Euch in der Ausbildung erwarten könnte?

Dann bewerbt Euch jetzt!

An den EFS könnt Ihr diese beiden Ausbildungsgänge und auch Heilpädagogik absolvieren. Wir bieten ein tolles und engagiertes Team, spannende Inhalte, eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis und allerbeste Voraussetzungen für den beruflichen Start und Neustart.


„Warum tust Du Dir das an?“

Schülerinnen und Schüler der EFS sind bunt, vielfältig, einfach etwas ganz Besonderes. Sie kommen aus verschiedenen Kulturen, Altersgruppen, Berufen und mehr. Unser Schüler Dany hat unterschiedliche Berufswege eingeschlagen und ist jetzt in seinem Traumberuf angekommen: Erzieher! Hier berichtet er über seine Beweggründe und warum ihm der Neustart an den EFS gelungen ist. Danke, Dany, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst!

„Warum tust Du Dir das in deinem Alter noch an?“ Das war wohl eine der meistgestellten Fragen bzw. Aussagen, die ich zu hören bekam, als ich anderen erzählte, dass ich eine Ausbildung zum Erzieher machen möchte. Zu diesem Zeitpunkt war ich 42 Jahre alt. Nun sind drei Jahre vergangen, und ich habe mein Ziel erreicht: Ich bin Erzieher. Natürlich gab es Höhen und Tiefen und selbstverständlich hatte ich zwischendurch Zweifel, doch die Erfahrungen, die ich während dieser Zeit machen durfte, haben mich jedes Mal bestärkt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Es war aber auch eine große Umstellung: Als ich das letzte Mal in die Schule gegangen bin, wurde noch mit Kreide an die Tafel geschrieben, nun ist alles digitalisiert und die Tafel ist ein überdimensionaler Monitor. Am Anfang kam ich mir auch vor wie ein Dinosaurier aus der Kreidezeit, da sich mein Umgang mit digitalen Endgeräten auf ein Minimum beschränkte. Doch es ist auch kein Hexenwerk, einen effizienten Umgang mit eben diesen zu erlernen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. In den drei Jahren auf den EFS war ich stets der älteste Schüler der Klasse, oftmals auch älter als meine Lehrkräfte, was ich jedoch nie als Problem sah.

Der Mensch lernt nie aus: Er lernt sein ganzes Leben und sollte dies jeden Tag in Anspruch nehmen. Junge Menschen können von alten Menschen lernen, ebenso alte Menschen von jungen Menschen. Dies bedarf eines respektvollen Umgangs und Austauschs miteinander und auch des Willens, neue Erfahrungen außerhalb der eigenen Komfortzone machen zu wollen.

Die Ausbildung war eine Herausforderung, doch sie hat mich darin bestärkt, dass die Entscheidung trotz meines fortgeschrittenen Alters Erzieher zu werden, die richtige Entscheidung war und ist. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt, nicht nur über den Beruf, sondern auch viel mehr über mich selbst. Die stete Selbstreflexion hat mir bewusst gemacht, wie und warum ich in verschiedenen Situationen so empfinde, wie ich gerade empfinde. Selbstverständlich stößt man bei der Reise in sein inneres Ich auch auf negative Dinge. Mich persönlich hat diese Auseinandersetzung bestärkt, und ich bin selbstbewusster und resilienter aus diesen Erfahrungen herausgekommen.

Um die anfängliche Frage ein für alle Mal zu beantworten: Ich habe mir nichts angetan, ich habe mich weiterentwickelt. Die Erfahrungen, die ich im Unterricht und in der Praxis machen konnte, haben mich gestärkt und weitergebracht. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen empfinde ich nicht als Arbeit, sondern als Passion, da sie mir selbst sehr viel gibt.

Anmerken möchte ich, dass ich kein Retter bin. Ich kann niemanden retten, das können Rettungssanitäter oder Ärzte. Ich bin Erzieher, ein Begleiter für einen gewissen Zeitraum, ein Impulsgeber und eine Konstante für ein Kind oder einen Jugendlichen, in dessen Welt gerade vielleicht alles drunter und drüber läuft. Das sollte einem, so finde ich, stets bewusst sein.

Ich wurde einmal gefragt, ob ich den Job auch machen würde, wenn ich dafür nicht bezahlt werden würde. Dies Frage kann ich nun mit einem deutlichen „Ja!“ für mich beantworten. Wie würde Eure Antwort lauten?

Zum Schluss möchte ich mich bei meinen Lehrkräften und MitschülerInnen bedanken. Ein großes Lob für Eure Unterstützung und das Mut machen in schwierigen Zeiten. Mit einem lächelnden und einem weinenden Auge schaue ich auf die bevorstehende Abschlussfeier, da unser gemeinsamer Weg nun enden wird.

Danke für die vielen tollen Erfahrungen!