OLB Kultur der Unterstufen

Impressionen aus dem OLB Kultur der Unterstufen. Zum Thema „Drei Akte in unruhigen Zeiten“ haben die Unterstufen-Klassen ganz unterschiedliche Szenen erarbeitet und als Schattentheater mit den MitschülerInnen geteilt.

Herausgekommen sind Stücke, die berührt und zum Nachdenken angeregt haben. Danke, liebe Unterstufen für Euer Engagement!

Verena Jannaber


Praxismentoring Hüggelzwerge Hasbergen

Im Herbst 2022 hat die AWO Kita Hüggelzwerge aus Hasbergen unter der Leitung von Verena Jannaber und Kristina Nolte (EFS Osnabrück) die Gesamtzertifizierung Praxismentoring mit dem Stundenumfang von 44 UE erfolgreich absolviert.

In dieser Einrichtung wurden alle MitarbeiterInnen geschult, was einen großen Erfolg darstellt.

Eine Teilnehmerin sagt: „Das ist so cool, dass wir alle zusammen diese Weiterbildung gemacht haben!“

Dass diese Einrichtung alle MitarbeiterInnen schulen ließ, hat einen besonderen Grund. „Wir legen hier viel Wert auf gemeinsame Weiterbildungen und Entwicklungen. Unsere Unternehmenskultur ist von partizipatorischer Haltung geprägt!“

In der AWO Kita Hüggelzwerge ist jeder willkommen: Daher nahmen an der Weiterbildung Auszubildende gemeinsam mit dem Stammpersonal teil.

Inhalte der Weiterbildung sind:

  • Identität als Praxismentor/In entwickeln
  • Praktische Ausbildung planen und begleiten
  • Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und begleiten
  • Auszubildende beraten
  • Mit Auszubildenden reflektieren

Die Kurse werden durch das Kultusministerium gefördert.

Eine wichtige Stellschraube bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ist eine qualitativhochwertige und professionelle Praxisanleitung in den Einrichtungen in enger Kooperation mit den EFS als Ausbildungsstätte. Kristina Nolte: „Wir müssen uns auf die junge Generation einstellen und sie für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers gewinnen. Nutzen Sie die Chance und qualifizieren Sie jetzt ihr Team gemeinsam im Praxismentoring zur Optimierung ihrer personalen Qualität.“

Wenn wir Sie unterstützen sollen, melden Sie sich gerne via Mail bei k.nolte@efs-os.de.

Statements der TeilnehmerInnen:

„Es war echt richtig super!“

„Was weg kann? – Das Wort Praktikanten aus unserem Sprachgebrauch, wenn es Auszubildende sind!“

„Wir wollen den Aufbaukurs.“


Vielfalt, Musik und Kreativität an den EFS

Die EFS sind bunt, vielfältig, spannend und kreativ. Einen Einblick in tolle Aktionen der vergangenen Wochen zeigen wir in den folgenden Bildern. Wollt Ihr uns kennenlernen? Mitte Januar findet die nächste Info-Veranstaltung statt: Kommt doch vorbei am 17.1., ab 14 Uhr, und erfahrt mehr über die Ausbildung zum Sozialassistenten, zur Sozialassistentin, zum Erzieher und zur Erzieherin sowie zur Heilpädagogin und zum Heilpädagogen. Achja, wir bieten außerdem viele, viele Fortbildungen und Seminare:

Unser aktuelles Fortbildungsheft.

Das phänomenale Tanzvideo der O1.
Wichtel-Tannenbaum der O1.
Singen mit Dietmar und Eckhard.
Unsere Abendklassen.
Im Werkraum.
Engelwerkstatt.
Gute Wünsche für das neue Jahr.
Unsere Küche – leckere Nussplätzchen, mmmmhhhhh.
5,4,3,2,1: Improtheater.
Wow, Sterne aus Tapete.
Weihnachtsdisko für Groß und Klein.
Tanja und Pia bereiten sich auf den Videodreh vor.

Babysitterkurse der BFS1 in Osnabrück und Bad Laer

Gemeinsames Projekt der EFS (Klasse BFS1) und der Hauptschule Osnabrück Innenstadt zum Thema „Baby-Handling – Tragen, Trösten, Wickeln“. Die SchülerInnen haben spannende Spiele und kreative Beschäftigungen für Drinnen und Draußen kennengelernt. Auch wichtige Fragen wurden beantwortet, etwa „Was muss bei Mahlzeiten beachtet werden?“, „Wie lässt sich die Kontaktaufnahme zu Eltern und Kindern positiv gestalten?“, „Wie lassen sich brenzlige Situationen einschätzen, darunter der Umgang mit Angst, Wut, Streit oder Unwohlsein?“

Wickeln will gelernt sein.

Fünf SchülerInnen der Hauptschule haben mit ihrer Lehrerin an diesem Kurs in den EFS teilgenommen. Und auch SchülerInnen der BFS1 waren dabei. Eine tolle Aktion!

Bauen mit Bauklötzen.
Auch beim Tragen auf das Köpfchen achten.
Spiele für Drinnen und Draußen.

Und auch die OBS Geschwister Scholl Schule Bad Laer bekam Besuch von SchülerInnen der BFS1. Ausstaffiert mit Babypuppen, Kinderwagen, Fläschchen, Tragerucksäcken und vielen neuen Spielen erlebten die 15 Mädchen der 9. und 10.Klassen einen erkenntnisreichen und auch lustigen Vormittag. Sie erhielten Tipps und Kniffe für die Arbeit als Babysittern und zum Abschluss der Veranstaltung ein Zertifikat, das sie bei künftigen Aufgaben vorzeigen können.

Es gibt einiges zu lernen.
15 Schülerinnen aus Bad Laer erhielten ein Babysitter-Diplom.
Malen gehört auch dazu.
Wie lässt sich ein unruhiger Säugling beruhigen? Mit viel Liebe und Geduld.

Silvia Retta-Juchem


Von den Schwierigkeiten der „Leichten Sprache“

Wie schwierig die „Leichte Sprache“ ist, zeigten uns in einem Workshop in diesem Herbst der Leiter des Büros für Leichte Sprache in Osnabrück Thorsten Lotze und seine Mitarbeiterin Shpresa Matoshi. Wir diskutierten über selbstverfasste, praxisbezogene Texte und mussten uns besonders der Kritik von Shpresa Matoshi beugen. Denn als examinierte Prüferin für Leichte Sprache, die selbst mit Lernschwierigkeiten konfrontiert ist, wies sie uns unerbittlich auf unverständliche Formulierungen hin. Zum Beispiel übersetzten wir folgenden Text: 

„Liebe Familien, 

seit Januar 2016 nehmen wir am Bundesprogramm ‚Sprach Kitas- weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist‘ des Bundesfamilienministeriums teil und werden dabei durch unsere zusätzliche Fachkraft mit Expertise im Bereich Sprache unterstützt. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der alltagsintegrierten Sprache und ist ein elementarer Bestandteil unseres gelebten Kitakonzeptes geworden. Nun läuft dieses so wichtige Programm zum Ende dieses Jahres aus.“

In unserer Übersetzung lautet der Text nun folgendermaßen:

„Liebe Familien, 

wir nehmen am Bundesprogramm ‚Sprache‘ teil.

Wir haben zusätzliches Personal dafür.

Der Schwerpunkt liegt auf der Sprachentwicklung.

Das Programm läuft im Dezember 2022 aus.“

Dabei wies uns Shpresa Matoshi immer wieder auf Verständnisschwierigkeiten hin, die Menschen haben können, die Schwierigkeiten mit der Standardsprache haben. Für uns gebräuchliche Worte bedeuten für andere Hürden, die sie nicht überwinden können, wie zum Beispiel „unseres gelebten Kitakonzeptes“, da die Metapher vom „gelebten Kitakonzept“ nicht verstanden wird. Satzkonstruktionen müssen wir vereinfachen, auf Konjunktive, indirekte Rede und Metaphern verzichten, da vor allem doppelbödiges Sprechen von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit der Standardsprache haben, kaum verstanden wird. Wenn wir die „Leichte Sprache“ verwenden wollen, müssen wir uns auch mit den Menschen beschäftigen, die wir in dieser Sprache ansprechen wollen. Wenn wir niemanden vergessen und unbeachtet lassen wollen, dann müssen wir lernen, auch die „Leichte Sprache“ zu nutzen.

Thorsten Lotze und Shpresa Matoshi schärften in diesem Workshop unser Bewusstsein für die Sprache, die auch zu einer Barriere werden kann.

Annette Jürgensen und die HPTZ 3


Gewaltfreie Kommunikation an den EFS

Lösungsorientierte Kommunikation auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg

Wer kennt das nicht?! Manchmal sind die Zeitfenster im Arbeitsfeld ganz knapp.

Pädagogische Fachkräfte müssen den Spagat meistern, sowohl die Kinder, ihre Eltern als auch die Mitarbeiter*Innen zu motivieren und auch Konflikte und Problemlagen adäquat besprechen zu können. 

Die EFS unterstützen lösungsorientierte Kommunikation auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg. In einer Lehrerfortbildung zu Beginn des Schuljahres, weiteren Seminaren, Fortbildungen und Inhalten im Unterricht wurden und werden die GFK-Grundlagen behandelt und vertieft:

  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • das Ansprechen von schwierigen Themen ohne jemanden zu verletzen
  • wertschätzende Haltung gegenüber Kindern, Eltern und Kolleg*Innen in allen Situationen.

Besonders in Zeiten der Zunahme von Onlinetools werden der Offline-Kontakt und die zwischenmenschliche Kommunikation immer bedeutsamer. In einem Basismodul stellen wir vor, wie die Gewaltfreie Kommunikation als Softskill Fachkräfte in der Gesprächsführung nachhaltig prägen und unterstützen kann. Kommunikation ist besonders im pädagogischen Berufsfeld allgegenwärtig- diese lösungsorientiert zu adaptieren, kann in schwierigen Kontexten gewinnbringend sein (z.B. in der Eltern- oder Teamarbeit, pädagogische Gestaltung des Alltags).

Die EFS bieten die folgenden GFK-Fortbildungen für Einrichtungen wie Kindergärten etc.:

Angebot 1: Grundkurs mit integrierten Workshopelementen GFK

Schwerpunkte „Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung“

Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle und persönlicher Kommunikation 

Wirksamkeit von lösungsorientierter Kommunikation im Arbeitsfeld

Angebot 2: Grundkurs GFK und Zertifizierung zur „Giraffeneinrichtung“

Umgang und Analyse von Konflikten im Arbeitsfeld

Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen

Implementierung des Konzeptes „Giraffentraum“ (GFK für Kinder) ins Arbeitsfeld

Ziel ist es, eine wertschätzende Kommunikation auch schwierigen Gesprächspartnern gegenüber zu entwickeln. 

  • Dauer: individuell und passgenau für jede Einrichtung (Teamtag (6UE), Grundkurs GFK oder Zertifizierung Giraffentraum je 20 UE)
  • Teilnehmer: maximal 16
  • Multiprofessionelles Referententeam: 
  • Jan Timmermann (Erzieher, Heilpädagoge, zertifizierter Mediator, zertifizierter systemischer Coach)
  • Kristina Nolte (Erzieherin, Heilpädagogin, Elementarpädagogin B.A., Sozialmanagerin M.A., zertifizierte Mediatorin, zertifizierte systemische Coach, Multiplikatorin Giraffentraum)

Weiterbildung Praxismentoring

Das Land Niedersachsen gewährt nach Maßgabe dieser Fördergrundsätze und der VV/VV-Gk zu § 44 LHO Zuwendungen zur Förderung qualitätssteigender Maßnahmen im frühkindlichen Bereich. Ziel der Förderung ist es, die Praxisanleitung angehender pädagogischer Kräfte zu professionalisieren und das Praxismentoring als Instrument der Qualitätssicherung zu verankern.

Förderfähig sind hierbei Grundkurse als auch Aufbaukurse des Praxismentoring in dem Förderzeitraum bis 31.12.2022 (eine Weiterführung des Förderzeitraumes im Kalenderjahr 2023 wird im Herbst verabschiedet).

Der Fortbildungsbereich der EFS bietet Praxismentoring in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Region Osnabrück seit Jahren erfolgreich an. Im Detail finden Sie Informationen zum Grundkurs „Praxismentoring“ hier oder alternativ auf der Homepage der EFS unter dem Reiter Fortbildungen ab Seite 27 f.:

https://www.efs-os.de/wp-content/uploads/Neues-Fortbildungsheft.pdf

Eine wichtige Stellschraube bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ist eine qualitativhochwertige und professionelle Praxisanleitung in Ihren Einrichtungen in enger Kooperation mit uns als Ausbildungsstätte. Wir müssen uns auf die junge Generation einstellen und sie für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers gewinnen. Nutzen Sie die Chance und qualifizieren Sie jetzt ihr Team gemeinsam im Praxismentoring zur Optimierung ihrer personalen Qualität. Wenn wir Sie unterstützen sollen, melden Sie sich gerne via Mail bei k.nolte@efs-os.de.

Wir bieten drei Möglichkeiten der Teilnahme an zertifizierten Kursen im Praxismentoring an:

  • Individuell und passgenau als Inhousefortbildung (Termine nach Absprache)
  • Vielfältig als heterogene Weiterbildung (Termine siehe digitales Fortbildungsheft EFS)
  • Mit Abstand als Onlineweiterbildung (Termine siehe digitales Fortbildungsheft EFS)

Neben dem Angebot der Teamschulung nehmen wir grundsätzlich auch Einzelanmeldungen für Praxismentoringkurse an.  Melden Sie gern die Interessenten Ihrer Einrichtung.

Inhalte der Weiterbildung im Grundkurs sehen Sie hier aufgeführt:

Modul 1 „Identität als Praxismentorin entwickeln“
Modul 2 „Praktische Ausbildung planen und begleiten“
Modul 3 „Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und begleiten“
Modul 4 „Auszubildende beraten“
Modul 5 „mit Auszubildenden reflektieren“
Die 5 Module des Grundkurses Praxismentoring umfassen 44 Unterrichtseinheiten.


Die Zusatzmodule des Aufbaukurses umfassen 24 Unterrichtseinheiten:


Modul 1 „bezogen auf Praxismentoring beraten und reflektieren“
Modul 2 „Praxismentoring organisieren“
Modul 3 „Netzwerke und Ausbildungskonzepte entwickeln und verankern“

Noch ein kleiner Hinweis- es gibt neues Filmmaterial zur Ausbildung:

https://www.youtube.com/watch?v=1p5P6FTP3fE (Suchbegriff: ErzieherInnen)


EFS jetzt Umweltschule

Bei dem Besuch einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema BNE im Museum am Schölerberg, in der unter anderem das Konzept Umweltschule/ internationale Nachhaltigkeitsschule erläutert wurde, hatte Rebecca Reuter die Idee: Umweltschule- das können wir auch!

Pädagogin Rebecca Reuter präsentiert das Logo „Umweltschule“

Nach einem langen Weg, in dem ein Handlungskonzept mit zwei Projekten erstellt und eingereicht, Mitstreiter gewonnen, Materialien angeschafft, der Außenbereich umgestaltet, der Dokumentationsbogen ausgefüllt, die Schulöffentlichkeit über die Website informiert und eine Powerpoint-Präsentation der Ergebnisse erstellt werden musste, war es dann soweit:

Am 21.9. fand die Auszeichnungsveranstaltung zur internationalen Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule im Gymnasium Cäcilienschule in Oldenburg statt und die EFS wurde als Umweltschule für den Projektzeitraum 2019 bis 2022 ausgezeichnet, eine von insgesamt 136 Schulen aus ganz Niedersachsen.

Die ausgezeichneten Umweltschulen 2019 bis 2022.

Ausgezeichnet wurden wir zum einen für das Projekt Schulbienen AG, das uns zwei Honigbienenvölker mit eigenem Honigverkauf, einen Schulgarten mit Streuobstwiese, Blühstreifen und ein Kräuterbeet beschert hat, und zum anderen für das Projekt „bewusst nachhaltig“ das eine Sensibilisierung für die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln im Alltag verankern solle.

Katrin Reichert und Rebecca Reuter


Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in Niedersachsen 

Sehr gelungene Veranstaltung am 8. September 2022 
– geplant und durchgeführt von O1, O2 und O3 mit Friederike Niederdalhoff, Politiklehrerin an den EFS.

VertreterInnen von sechs in den Bundestag gewählten Parteien waren eingeladen, fünf sind der Einladung gefolgt: David Böttger von den Linken, Anne Kura vom Bündnis 90 / Die Grünen, Frank Henning von der SPD, Christian Koltermann als Vertreter der CDU, und für die FDP saß Joris Stiethenroth auf dem Podium. Der Vertreter der AfD hatte seine Teilnahme zwar ebenfalls zugesagt, erschien aber leider nicht zur Veranstaltung.

Ziel des Abends war zum einen, die VertreterInnen der Politik über die aktuellen Herausforderungen in der ErzieherInnen-Ausbildung zu informieren:  Wie wird man ErzieherIn in Niedersachsen, wie läuft die Verzahnung von Theorie und Praxis, worin liegen die Unterschiede zwischen einer Fachschulausbildung und einer dualen Ausbildung? Wie finanzieren die SchülerInnen ihre Ausbildung? Was haben sie bereits in der Praxis (Krippe, Kita, Grundschule, Hort, Jugendhilfe) erlebt? An welchen Punkten gibt es aus SchülerInnensicht dringenden Veränderungsbedarf? 

Auf der anderen Seite war es der Wunsch der Klassen, an diesem Abend eine weitere Wahlentscheidungshilfe durch das Verfolgen der Diskussion auf dem Podium zu erhalten. Wie präsentieren sich die Parteien, welche Bildungsreformen werden jeweils angestrebt, welche Antworten haben die Parteien auf die drängenden aktuellen Fragen, die junge Erwachsene bewegen?

Um keine „endlosen“ Diskussionen erleben zu müssen, wurde der Ablauf von den SchülerInnen im Vorfeld engmaschig strukturiert – es gab jeweils einen kurzen Input zu einem Thema und dann eine konkrete Frage an die fünf Podiumsgäste. Beispiel: „Welche konkrete Idee hat Ihre Partei zur Verbesserung des Fachkräftemangels in der Kinder- und Jugendhilfe. Bitte beschränken Sie sich auf EINEN Aspekt.“ Dazu kontrollierte eine Schülerin die Länge der Antwort mit einer Stoppuhr – es ist erstaunlich, wie viel in 90 Sekunden Redezeit möglich ist! 
Insgesamt kamen dabei weder der Humor noch Emotionalität zu kurz, denn angesichts der steigenden Preise und des aktuellen BaföG-Satzes konnte eine Schülerin nur die dramatische Frage stellen: „Wie soll ich mit dieser finanzielle Grundlage den Winter überstehen?“

Konkrete Antworten zu dieser Frage waren nicht zu erwarten, aber immerhin konnte ganz deutlich ein höheres Verständnis für die Situation in der Ausbildung eines Berufes geschaffen werden, der sehr stark vom Fachkräftemangel betroffen ist. Also wird es ohne eine deutliche Reform der Ausbildung und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe in Zukunft noch schwieriger werden!

Ein sehr gutes Fazit zur Veranstaltung zogen sowohl Ulrike Kläfker, Schulleiterin der EFS, Friederike Niederdalhoff, verantwortliche Politiklehrerin, die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie weitere Gäste.  Positiv gestimmt verabschiedeten sich auch die fünf VertreterInnen der Parteien, die einhellig bekundeten, sie hätten neue Details über die Erzieherausbildung in Niedersachsen erfahren und könnten diese Informationen und die Wünsche der Anwesenden in ihre weitere Arbeit in der Partei einbringen. Und auch wenn Veränderungen häufig sehr lange dauern – erste Schritte sind gemacht, wie wir an der erst seit kurzer Zeit geltenden Schulgeldfreiheit für unsere Berufsausbildung erkennen können. Ob die Reformen nun durch die von einer Partei ins Spiel gebrachte Schuldenbremse oder durch die von einer anderen Partei favorisierte hohe Besteuerung der „Reichen“ erreicht werden können, bleibt die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler ... (Friederike Niederdalhoff, 10.9.22)

Werde ErzieherIn über Nacht: Info-Abend an den EFS Osnabrück 

ErzieherInnen-Ausbildung in Teilzeit und mit Abendunterricht: So gelingt der berufliche (Neu)einstieg und Wechsel. 23. September, 17.30 bis 20 Uhr, Iburger Straße 183. 

Wer einen beruflichen Neu- oder Wiedereinstieg sowie frische Perspektiven sucht, ist an den Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik in Osnabrück genau richtig. Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Wir machen mehr AUS-Bildung – Fachkräfte für die Kitas“, das mit Mitteln des Landkreises und der EU gefördert wurde, entstand die Idee zur Werbung für den ErzieherInnenberuf, um andere Zielgruppen zu erreichen – etwa in höherem Lebensalter oder mit einem anderen beruflichen Hintergrund. 

Daher laden die EFS am Freitag 23. September, von 17.30 bis 20 Uhr in die Räume der Schule an der Iburger Straße 183 zu der Veranstaltung „1001 Abend – werde Erzieher*in über Nacht“ ein. 

Schulleiterin Ulrike Kläfker berichtet: „Diese Veranstaltung war bereits lange in Planung. Aufgrund der Corona-Situation konnte sie jedoch bislang nicht stattfinden. Doch jetzt können wir vorsichtig und mit einem zeitlich überschaubaren Programm starten. Wir bieten in Workshops und Mitmachaktionen vielfältige Einblicke in die Ausbildungsinhalte. Zudem gibt es zahlreiche Gelegenheiten, mit derzeitigen SchülerInnen ins Gespräch zu kommen.“ Weitere Highlights sind musikalische Beiträge aus der Ausbildung sowie Führungen durch das Haus. In einem digitalen Action Bound können Interessierte die Schule ganz neu entdecken und erleben. Ein Fachvortrag von und mit Christina Haupt, Projektleiterin und Lehrende für Logopädie an der Hochschule Osnabrück, ist für 18.30 Uhr vorgesehen. Das Thema wird derzeit noch abgestimmt. Eine „Blackbox“ ermöglicht das eigenständige Erkunden der Berufsinhalte. 

Kläfker weiter: „Zudem wollen wir gerne informieren, welche Arbeitgeber Ergänzungsstellen für den Quereinstieg in die Berufsfachschule anbieten und wer anschließend mit guten Bedingungen die berufsbegleitende Ausbildung in der Fachschule Sozialpädagogik ermöglicht. Wir freuen uns auf einen bunten und erkenntnisreichen Abend mit vielen Begegnungen.“

Programmhinweise auf einen Blick:

  • Erforschung der Ausbildung in Blackbox und Expertenlounge: Ausbildungsinteressierte kommen mit SchülerInnen der unterschiedlichen Jahrgänge ins Gespräch 
  • Einblick und Erfahrungen mit Unterrichtsinhalten in Workshops, z.B. Babymassage, Tragehilfen in der Kita, Sensorik-Erfahrungen für Kinder, Klanggeschichten; „Lesesteine“ als eine literaturpädagogische Methode, „Action Bound“ rund ums Schulgelände, musikalische Einheiten und mehr
  • Informationsmaterial von Arbeitgebern und Stellenausschreibungen (Kitas, Kindergärten, Krippen, Jugendhilfeeinrichtungen etc.)
  • Kulinarische Angebote aus der Schulküche – Bereich Gesundheit und Ernährung 
  • Hausführungen in kleinen Gruppen