Reformation oder Halloween?

Eine neue Aktion initiiert von Birgit Jäger, Inklusionsbeauftragtefür den Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, möchte derzeit Schülerinnen und Schüler für den Reformationstag sensibilisieren, der in dieser Woche stattfindet.

Zwar ist der Reformationstag in Niedersachsen und vielen anderen Bundesländern ein kirchlicher Feiertag, doch feiern viele Menschen am 31. Oktober inzwischen eher Halloween.

Die 95 Thesen, die der Reformator Martin Luther an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug stehen dem Gruseln gegenüber: „Saures dem Süßen.“

Aus diesem Anlass befinden sich im Eingangsbereich der Schule Teller mit süßen Bonbons. Dies ist verknüpft mit der Einladung, sich die Botschaft der Reformation von einem gnädigen Gott auf der Zunge zergehen zu lassen.

Jäger führt aus: „Süßes ohne Saures! Das ist der Zuspruch Gottes an uns.“


Gib der Kälte keine Chance!

„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da. Er bringt uns Stoßlüften, hopsasa.“ Diese auf die Schnelle gedichtete neue Strophe des bekannten Herbstliedes zeigt, dass der Herbst 2020 ganz besondere Herausforderungen mit sich bringt – auch für die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der EFS. Corona-bedingtes Lüften sorgt für frische Temperaturen in den Klassenräumen. Doch die Schülerinnen und Schüler (oben ein Bild der O3) sind bestens vorbereitet: Sie zeigen Aerosolen und kühlen Herbsttemperaturen gemeinsam die kalte Schulter. Kuscheldecken, flauschige Onesies, Wärmflaschen, Thermoskannen sowie der altbekannte Zwiebellook sind in so mancher Klasse derzeit das Gebot der Stunde.


Gemeinsam gegen Rassismus

Stiller Protest gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz: Grüne Armbänder an den Handgelenken der Schülerinnen und Schüler der EFS weisen derzeit auf eine Kampagne der Landeskirche Hannover gegen Rassismus hin, zu der Landesbischof Meister nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd  aufgerufen hat.

Birgit Jaeger, Inklusionsbeauftragte für den Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte und Lehrerin an den EFS, führt aus: „Dieser stille Protest setzt auf die Kraft von gemeinsamen Zeichen und Gesten über alle kulturellen Grenzen hinweg.“

Stiller Protest lehne jede Form von Gewalt ab. Dieses wichtige Anliegen wurde auch  in  einer Schulandacht der Atempause verdeutlicht. Meinungen von Schülerinnen und Schülern zeigen, wie wichtig diese Art des Protestes an unserer Schule und in der Gesellschaft ist. Sie untermauern auch die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema: „Mir wurden meine eigenen Vorurteile deutlich. Alle sollten sich in unserer Schule für Toleranz und Frieden einsetzen wie es auf den Bändern steht:„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9).

Die Atempause endete mit einer Schweigeminute. Gemeinsam stehen wir an den EFS gegen Rassismus und Intoleranz ein.

 


Erntedankfest einmal anders

Fünf Erntedanktische schmücken die Flure der EFS

Farbenfrohe Blumen, Denkanstöße und Erntekronen der besonderen Art finden sich derzeit im Eingangsbereich und in den Fluren der EFS. Die kreativen Erntegaben sind in einem Projekt der U1 sowie der Bfs1A unter Anleitung von Frau Jaeger und Frau Köster entstanden und erfreuen seit einigen Tagen Schüler und Lehrer.

Erntedank ist traditionell als Dankfest für die Ernte oder auch ganz anders zu verstehen, denn „Danke“ lässt sich für viele verschiedene Dinge des Lebens sagen. Die kreativen

Erntekronen adressieren in diesem Zusammenhang unterschiedliche Themenbereiche:

„Trotz Corona – Erntedank“, „Erntedank und gesunde Ernährung“ sowie „Erntedank und Dankbarkeit für das Gute in meinem Leben“. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler zeigten sich auch dankbar über dieses besondere Projekt. So erklärte eine Schülerin: „Durch diese Aktion hat Erntedank eine neue Bedeutung für mich gewonnen und ist mir wieder wichtig geworden.“ Eine Mitschülerin schloss sich an: „Ich finde es spannend, Erntedank mal ganz anders zu bedenken. Eine dankbare Haltung hilft mir, auch in der Corona-Zeit positiv zu bleiben.“


Gelebte Umweltbildung

 

Neue Nachhaltigkeitsprojekte, die dazu beitragen sollen, „die Schöpfung zu bewahren“

26. September 2020. Nachhaltigkeit hat viele Facetten, und wer als Schule umweltfreundlicher und zukunftsorientierter agieren möchte, muss daher an verschiedenen Stellschrauben ansetzen. Wie das konkret aussehen kann, demonstrieren die Evangelischen Fachschulen derzeit mit unterschiedlichen Projekten und Ansätzen. Los ging es bereits vor mehr als 12 Jahren, also noch bevor Bewegungen wie „Fridays for Future“ Themen wie Klimawandel und Co. mehr Aufmerksamkeit beschert haben. Seit 2008 kooperieren die EFS mit der NaCon GmbH, um den CO2-Abdruck der Schule immer weiter zu verkleinern. „Doch das ist nur eine von vielen Initiativen, die wir gestartet haben, um die Umwelt zu entlasten, Energie einzusparen und Nachhaltigkeit zu demonstrieren“, berichtet EFS-Schulleiterin Ulrike Kläfker. Weitere Beispiele sind die Bienen-AG, die in diesem Schuljahr erstmalig stattfindet, eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, ein Blockheizwerk, das in den Herbstferien in Betrieb geht, sowie Spalierobst und weitere Bäume, die im Vorgarten der Schule gepflanzt werden.

Neue Bienen-AG vermittelt Wissen rund um die Honigbiene

Wie klein aber mit großem Einfluss Umweltbildung an den EFS weitergegeben wird, zeigt sich am Beispiel der Bienen-AG. Unter Federführung von Pädagogin und Imkerin Rebecca Reuter lernen die Schülerinnen und Schüler einiges über den Umgang und die Pflege der Honigbiene sowie zugehörige Materialien zur Bienenhaltung. Dieses Wissen können sie später auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzen. Anfang September sind nach langer Vorbereitungszeit zwei Völker Honigbienen in den Schulgarten eingezogen. In ihren ersten Wochen an den EFS wurden sie schon aufgefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt. Besonders faszinierend fanden die Schülerinnen und Schüler der Bienen-AG die Kettenbildung der Bienen an der Wabe (s. Foto). Sie haben sich de Kästen durchgesehen und verschiedene Wabeninhalte verglichen, etwa Honig, Zuckerwasser, Brut oder Pollen. Zudem haben sie überprüft, wie viele Varroa-milben seit der letzten Behandlung gefallen sind und noch einmal behandelt.

Eingesparte Energiekosten finanzieren neuen Heizkessel

Beispiel CO2-Fußabdruck: Hierzu gehörte zu Beginn etwa der Rückbau des zentralen Warmwassers im Schulbereich. Zugleich wurden aber auch Zeitschaltuhren eingebaut und zugängliche Rohrleitungen gedämmt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Ein weiterer Projektpfeiler war eine Neueinstellung der bereits vorhandenen Regelungstechnik. „Beweggründe für diese Maßnahmen waren, dass wir zum einen Kosten einsparen, zum anderen aber auch ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein setzen wollten“, berichtet Ulrike Kläfker. Von den Einsparungen sollte in der Folge ein neuer Heizkessel finanziert werden: „Wir haben damals sieben Jahre anvisiert und waren erstaunt, dass wir bereits nach drei Jahren genug Kosten gespart hatten, um 2011 die Heizzentrale umzubauen.“ Hierbei wurden auch Wärmeerzeugung und -verteilung neu strukturiert, Regelungstechnik und Pumpen modernisiert sowie das Heizungsnetz hydraulisch abgeglichen. „Ganz wichtig war für uns aber auch, dass Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen ein neues Bewusstsein in Sachen Raumlüftung und Heizung entwickeln. Hier gibt es ja ganz unterschiedliche Wohlfühltemperaturen, die erst einmal herausgefunden und abgeglichen werden mussten. All unsere Planungen setzen also immer die Mitwirkung und das Engagement aller Beteiligten voraus, sodass wir gemeinsam in Sachen mehr Nachhaltigkeit vorankommen“, kommentiert Kläfker.

Auftrag für Schüler und Lehrer

Weiter ging es 2015, als die EFS auf moderne LED-Technik umrüsteten und so weitere Energiefresser aus den Schul- und Klassenräumen verbannen konnten. Nach den Herbstferien sollen eine PV-Anlage gemeinsam mit einem Blockheizkraftwerk ihre Arbeit aufnehmen und für einen hohen Anteil Eigenstromproduktion sorgen. „Ab 2021 werden wir Überschussstrom abgeben können und unseren CO2Fußabdruck im Vergleich zu 2008 halbiert haben. Das macht uns nicht nur ein klein wenig stolz. Da wir uns Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung auf unsere Fahnen schreiben, ist es uns zudem immens wichtig, diesem Auftrag und Anliegen konkrete Taten folgen zu lassen. Ein sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen, Tier und Mensch beginnt im Kleinen, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen – dies ist wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Bildungseinrichtung.“

Auch die Anpflanzung von Spalierobst, Beerensträuchern sowie eines Kräuterbeets untermauert das vielseitige Umweltengagement der angehenden Erzieherinnen und Erzieher, ihrer Lehrerinnen und Lehrer. „In den kommenden Jahren wird uns gemeinsam bestimmt noch einiges einfallen, wie wir das immens wichtige Thema Umweltbildung mit Leben füllen und (be-)greifbar machen“, resümiert Kläfker.


EFS optimieren CO2-Fußabdruck

Die Evangelischen Fachschulen Osnabrück reduzieren gemeinsam mit der NaCon GmbH seit 2008 konsequent ihren CO2-Fußabdruck. Zuerst wurden kleinere Maßnahmen wie der Rückbau des zentralen Warmwassers im Schulbereich, Einbau von Zeitschaltuhren und die Dämmung zugänglicher Rohrleitungen durchgeführt. Außerdem wurde die vorhandene Regelungstechnik sinnvoll eingestellt.

2011 folgten ein Umbau in der Heizzentrale mit Neustrukturierung der Wärmeerzeugung und -verteilung, die Erneuerung der Regelungstechnik und Pumpen und ein hydraulischer Abgleich des Heizungsnetzes. Neben den technischen Erneuerungsmaßnahmen wirkt ein bewusstes Nutzerverhalten hinsichtlich Raumlüftung und Raumheizung immer weiter energieeinsparend.

Die Beleuchtung der Evangelischen Fachschulen wurde 2015 auf moderne LED-Technik umgerüstet. Ab Herbst 2020 soll eine PV-Anlage zusammen mit einem Blockheizkraftwerk für einen hohen Anteil Eigenstromproduktion sorgen.

Ab 2021 wird die Evangelische Fachschule Überschussstrom abgeben können und ihren CO2 Fußabdruck im Vergleich zu 2008 halbiert haben.