Praxismentoring an den EFS

Vom 17. November bis 1. Dezember hat eine Gruppe von pädagogischen Fachkräften den Zusatzkurs Praxismentoring an drei Terminen in den EFS Osnabrück absolviert. Unter der Leitung von Jan Timmermann wurde beraten, reflektiert, organisiert und das gemeinsame Netzwerk gefestigt. „Mir ist wichtig, dass alle Inhalte des Grund- und Aufbaukurses verstetigt werden“, sagte Timmermann bei der Überreichung der Zertifikate. Die Teilnehmer ergänzten ihren Eindruck von der kleinen Weiterbildungsreihe im Blitzlicht mit den Statements „Immer wieder!“, „Tolle Gruppe“ und „Starke Beratungssequenzen!“

Die TeilnehmerInnen des Zusatzkurses Praxismentoring.

Die Zusatzmodule des Aufbaukurses umfassen 24 Unterrichtseinheiten und sind wie folgt beschrieben:


Modul 1 „bezogen auf Praxismentoring beraten und reflektieren“
Modul 2 „Praxismentoring organisieren“
Modul 3 „Netzwerke und Ausbildungskonzepte entwickeln und verankern“

Eine wichtige Stellschraube bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ist eine qualitativhochwertige und professionelle Praxisanleitung in Ihren Einrichtungen in enger Kooperation mit uns als Ausbildungsstätte. Wir müssen uns auf die junge Generation einstellen und sie für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers gewinnen.

Nutzen Sie die Chance und qualifizieren Sie jetzt Ihr Team gemeinsam im Praxismentoring zur Optimierung ihrer personalen Qualität. Wenn wir Sie unterstützen sollen, melden Sie sich gerne via Mail bei k.nolte@efs-os.de.


Neu an den EFS: Sozialpädagogische Assistenz in Teilzeit

Vergütete Praxisstellen. Jetzt bewerben! Nächste Info-Veranstaltung Sozialassistenz-, Erzieher- und Heilpädagogik-Ausbildung am Freitag, 24. November 2023. 

Fachkräftemangel allerorten. Das gilt auch für deutsche Krippen, Kitas und andere Einrichtungen, denen bis 2030 mehr als 230.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen sollen – ein Berufsfeld mit Zukunft. Am Freitag, 24. November können sich Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, Quereinsteiger und andre Interessierte ab 17.30 Uhr an den Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS) über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und Einsatzfelder als SozialassistentIn, ErzieherIn und HeilpädagogIn informieren. Mit dabei eine neue Ausbildungsform: Die EFS bieten ab 1. Februar 2024 die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin beziehungsweise zum Sozialpädagogischen Assistenten (Klasse II) in Teilzeitform. Diese Ausbildung dauert 1,5 Jahre. Das Besondere: Schülerinnen und Schüler profitieren von vergüteten Praxisstellen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. 

Schulleiterin Tanja Krone-Strube kommentiert: „Die neue Ausbildungsform Sozialpädagogische Assistenz in Teilzeit ermöglicht eine qualifizierte Ausbildung an den EFS am Abend in Kombination mit Praxiszeit am Tag. Einrichtungen können die Praxisstellen über das niedersächsische Kita-Gesetz finanzieren und die Auszubildenden erhalten eine Vergütung. Der Beginn der Ausbildung im Februar anstatt im August ermöglicht bei Abschluss im Sommer 2025 den direkten Anschluss in die ErzieherInnen-Ausbildung. Wir freuen uns, dass wir dem Fachkräftemangel mit dieser neuen Option wieder ein Stück entgegenwirken können.“ 

Neue BFS2-Klasse: Beruf und Ausbildung miteinander vereinen

Der Zeitaufwand in der neuen Ausbildungsform beträgt 12 Unterrichtsstunden pro Woche montags und mittwochs von 16.30 bis 21.30 Uhr.

Hinzukommen 13 Samstage mit jeweils 8 Unterrichtsstunden von 7.45 bis 14.45 Uhr, zwei Samstage mit jeweils fünf Unterrichtsstunden (7.45 bis 12 Uhr) und ein Samstag mit sechs Unterrichtsstunden (7.45 bis 12.45 Uhr).

Zudem gibt es drei Blockwochen mit jeweils 40 Unterrichtsstunden über 1,5 Jahre verteilt.      

Die Gesamtstundenzahl für den Unterricht im Bildungsgang beträgt 960 Unterrichtsstunden.      

Ein weiterer Punkt ist die praktische Ausbildung mit 600 Stunden in einer geeigneten sozialpädagogischen Einrichtung für Kinder. Vergütete Praxisstellen nach § 30 NKitaG sind über verschiedene Träger möglich.

Zugangsvoraussetzungen Quereinstieg BFS 2 in 1,5 Jahren:

  • Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Kinderpflegerinnen/Kinderpfleger + Realschulabschluss
  • Realschulabschluss + Berufsausbildung oder Realschulabschluss + Aufbauqualifizierung
  • Tagespflegepersonen und Spielkreisleitungen + dreijährige Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung
  • Absolventinnen/Absolventen der zweijährigen BFS Sozialpädagogik
  • Anrechnungsmöglichkeiten von einschlägigen Praxiszeiten erbracht im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes.

Die EFS bieten die Ausbildung Sozialassistenz und ErzieherIn seit vielen Jahren in Voll- und Teilzeit an, sodass sowohl vormittags als auch an zwei bis drei Abenden in der Woche neben dem Beruf ein Abschluss im sozialpädagogischen Bereich erreicht werden kann. Heilpädagogik ist eine Teilzeitausbildung.

Welche Optionen es gibt und wie die Ausbildung aussieht, darüber informieren die EFS in regelmäßigen Informationsveranstaltungen. Der nächste Info-Nachmittag findet am Freitag, 24. November ab 17.30 Uhr in der Aula der Schule an der Iburger Straße 183 statt. Diese Veranstaltungen richten sich sowohl an Schülerinnen und Schüler, die noch überlegen, was sie ab dem Sommer 2024 machen sollen. Angesprochen sind aber auch Interessierte, die einen Berufswechsel anvisieren oder nach Eltern- und Familienzeit neu durchstarten möchten. Interessierte jeden Alters und jeder Kultur sind an den EFS herzlich willkommen. Eine enge Verknüpfung von Praxis und Theorie, neuen und traditionellen Themen und Aspekten spielen in Unterricht und Praxis eine wichtige Rolle. 

Weitere Informationen über das Schulbüro (Telefon: 0541 95 10 10 und E-Mail info@efs-os.de)


Zertifizierung Praxismentoring

Von April bis Juni 2023 haben pädagogische MitarbeiterInnen verschiedener Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte unter der Leitung von Kristina Nolte die Gesamtzertifizierung Praxismentoring mit dem Stundenumfang von 44 UE erfolgreich absolviert.

Die Auseinandersetzung und Qualifizierung im Praxismentoring ist eine besondere Stellschraube im gegenwärtigen Arbeitsmarkt und sensibilisiert und professionalisiert die geschulten PädagogInnen in der Begleitung, Beratung und Qualifizierung von zukünftigem Fachpersonal im Praxisfeld.

Die Weiterbildung wurde organisiert von der Geschäftsführerin Anke Fuchs, die im Leitungsteam des Kirchenkreises für Möglichkeiten der Teilnahme und Räumlichkeiten sorgte.

Durchgeführt wurde die Weiterbildung in den schönen Räumlichkeiten der Ev.-Luth. Kindergarten Wissingen.

Besonders hervorzuheben ist die gute Umsorgung der Teilnehmenden als auch das wertschätzende Arbeitsklima im Kurs. 

Eine wichtige Stellschraube bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ist eine qualitativhochwertige und professionelle Praxisanleitung in Ihren Einrichtungen in enger Kooperation. Diese wird in den Ausbildungen oftmals als Optionaler Lernbereich vermittelt. Die Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte gibt die Gelegenheit sich nach der Ausbildung mit den Themenschwerpunkten Anleitung, Begleitung, Beratung und Reflexion auseinanderzusetzen.

„Ein Aufbaukurs ist in Planung- dieser ist im Jahr 2024 mit beiden Referenten fixiert- das Interesse ist groß!“ sagt Simone Brossmann, Fachberatung und Teilnehmerin des Ev. Kirchenkreises.


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Fortbildungsreihe für PädagogInnen im Arbeitsfeld Krippe

Auf den Anfang kommt es an …

Kleinkinder in Kindertagesstätten zu betreuen stellt hohe Anforderungen an Kinder, Eltern und das pädagogische Fachpersonal. Die vielfältige Lebenswelt sowie die unterschiedlichen familiären Ausgangslagen fordern ein hohes Maß an Empathie. Es gibt eine Vielzahl von Besonderheiten in der Betreuung von Kleinstkindern wie sie in dieser Form bei der Betreuung von älteren Kindern nicht auftreten. Die pädagogische Fachkraft bietet sowohl den Kindern als auch den Eltern eine „haltende Umgebung“, für das Kleinkind ist sie „Brückenbauerin“ und „sicherer Hafen“.

Wer sich in diesem wichtigen Feld weiterbilden möchte, sollte die aktuelle Fortbildung der EFS zum Thema „Auf den Anfang kommt es an…“ nicht verpassen. Start ist Anfang September!

Ziel der Veranstaltung ist es, an Grundkenntnisse der Kleinstkindpädagogik anzuknüpfen. Schwerpunkt: „Kinder zu den Aktivitäten des Lebens führen durch eine haltende Umgebung: Frühkindliche Bildung und Partizipation im Alltag begleiten und gestalten.“

Die wichtigsten Inhalte:

  • Ruhen und Schlafen – kindliche Bedürfnisse erkennen
  • Gemeinsame genussvolle Mahlzeiten gestalten
  • Körpererfahrungen und Beziehungsvolle Pflege
  • Spiel-Raum: Platz zum (Frei) Spiel drinnen und draußen
  • Alltagsintegrierte Sprachbildung und Literacy
  • Mikrotransitionen: Anregungen für alle Sinne, die den Tag begleiten und Stress reduzieren
    • Herausforderndes Verhalten von Kleinstkindern – Schwierige Entwicklungsschritte begleiten
  • Das Baby verstehen: Besonderheiten im ersten Lebensjahr

Modul 1

Ruhen und Schlafen – kindliche Bedürfnisse wahrnehmen (5.9.2023)

– Reifungs- und Lernprozesse im Schlaf erkennen
– Schlafbedarf von Kleinkindern
– Ruhephasen schaffen für „Tagschlafverweigerer“
– Qualitätskriterien zur Bewertung der Schlafsituation

Modul 2

Genussvolle, gemeinsame Mahlzeiten (10.10.2023)

– Selbständigkeit bei den Mahlzeiten
– Esskultur, Gesundes Essen, Kooperation mit Eltern
– Best practice: Kinderrestaurant, offenes Frühstück, u. a.
– Qualitätskriterien für die Gestaltung der Mahlzeiten

Modul 3

Körpererfahrungen und beziehungsvolle Pflege (14.11.2023)

– Professionelle Begleitung des Kindes auf seinem Weg zur Ausscheidungsautonomie
– Ausscheiden unter kultureller Perspektive
– Peerkontakte: Zusammen mit anderen Kindern toilettenfit werden
– Raum – Erlebnis -Hygiene: der Waschraum als Erfahrungsraum
– Qualitätskriterien zur Gestaltung beziehungsvoller Pflege

Modul 4

Mikrotransitionen
So gelingt der Tagesablauf in der Krippe 

Stress reduzieren und Anregungen für alle Sinne (9.1.2024)

– Mikrotransitionen beim Wechsel von Aktivitäten
– Mit Drehbuch-Skripten arbeiten
– Regulationshilfen

Modul 5

Spiel-Raum: Platz zum (Frei) Spiel drinnen und draußen

Spielen ist die Königsdisziplin des Lernens (6.2.2024)

– Kindliche Spielschemata
– Mit Kindern im Garten
– Projekte mit Kleinstkindern

Modul 6

Alltagsintegrierte Sprachbildung und Literacy – Lesehunger muss geweckt werden (5.3.2024)

– Mehrsprachige Kinder im Alltag fördern
– Praxisideen: Geschichten erfinden
– Digitale Medien in der Krippe einsetzen

Modul 7

Herausforderndes Verhalten und schwierige Entwicklungsschritte (9.4.2024)

– Kinder mit besonderen Bedürfnissen wahrnehmen
– Autonomiephase
– Streitkultur entwickeln
– „Wenn das Haut-Ich verletzt wird“ Umgang mit Beißverhalten

Modul 8

Das Baby verstehen: Besonderheiten im ersten Lebensjahr (14.5.2024)

Wie die vorgeburtliche Entwicklung und die Geburtserfahrung das Leben prägen.
Bild vom Kind: Partizipation statt Adultismus
Frühe Hilfen – Prävention: Familie im Werden

Die Qualifizierung schließt mit einem Zertifikat ab.

Nummer: 23-030

Termine: siehe Module, jeweils in der Zeit von 8 bis 13 Uhr

Ort: Ev. Fachschulen Osnabrück

Leitung: Silvia Retta-JuchemDiplom-Theologin, Diplom-Sozialarbeiterin

Kosten:           580€

Infos: k.nolte@efs-os.de 


Neu an den EFS: Fachkraft Kinderschutz

Ev. Fachschulen Osnabrück bieten neue Weiterbildung zur Fachkraft mit Schwerpunkt „Kinderschutz“.

Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ist bei jeder Handlung das Kindeswohl zu berücksichtigen, und dass alle verantwortlichen Personen den Kindern Schutz und Fürsorge gewährleisten. Den Start zur Auseinandersetzung mit der Thematik hat eine Gruppe von Pädagoginnen vom 18. bis 23. März 2023 auf Norderney gewagt.

Der Kurs „Fachkraft im Kinderschutz“ macht die Teilnehmer*innen mit den aktuellen fachlichen (Rechts-)Grundlagen zum Thema Kindeswohlgefährdung vertraut, frischt vorhandenes Fachwissen auf und vermittelt die erforderlichen Kompetenzen, um in der eigenen Fallarbeit mit Familien in Gefährdungskontexten qualifiziert und besonnen handeln zu können.


Die Weiterbildung schult den Blick auf Risiken und Ressourcen und stärkt die Handlungssicherheit, wenn es darum geht, Hinweise auf Kindeswohlgefährdung zu erkennen und einzuschätzen. Thematisiert werden auch problematische Gespräche mit Eltern, Kindern und Jugendlichen, Aspekte der Kooperation und die Auseinandersetzung mit schwierigen Fallverläufen.

Weitere Informationen zum Kurs finden sich im Programm der EFS. Der nächste Kurs findet im März 2024 von Montag bis Freitag im Haus Detmold, Norderney statt.

Statements der Teilnehmerinnen:

„Es war echt richtig super! Frieseneis, Unterkunft und Seminarinhalt!“

„Eine tolle Referentin!“

„Norderney, ein guter Ort für dieses Thema!“


Berufsinformationsmarkt

Wo kann ich mich wann bewerben? Welche Optionen habe ich als SozialassistentIn oder ErzieherIn? Auch wenn vielerorts vom Fachkräftemangel gesprochen wird, so fällt es angehenden Sozialpädagoginnen und Co. manchmal doch recht schwer, einen Überblick über die Vielzahl an Möglichkeiten in diesem überaus spannenden Tätigkeitsfeld zu erhalten. Wie gut, dass es die EFS und den alljährlich stattfindenden Berufsinformationsmarkt gibt. Hier haben SchülerInnen die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern und Organisationen ins Gespräch zu kommen, diese kennenzulernen und einfach mal nachzufragen: Was kann ich bei Euch alles machen?

Schülerin Marie aus der BFS2b berichtete: „Ich finde diesen Tag eine ganz tolle Idee, denn wir können viel entdecken und uns über Optionen für den späteren Beruf informieren.“ Es konnte sogar Lebensläufe und Bewerbungen abgegeben werden: Für die Einrichtungen eine Chance, talentierte und engagierte neue Kräfte zu treffen.

Los ging es am 15. Februar um 10 Uhr. Bis 16 Uhr konnten die verschiedenen Klassen der EFS die Organisationen treffen und befragen. Sogar Verabredungen zu Bewerbungsgesprächen wurden getroffen.

Am Stand der Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Osnabrück konnten zahlreiche SchülerInnen begrüßt und Informationsmaterial verteilt werden. Die Gespräche umfassten neben den Vorstellungen von 22 KiTas und zwei Horten sowie Einsatzmöglichkeiten vor Ort, auch pädagogische Themen wie „Inklusion“, „Umgang mit Medien“, „Kinderschutz“ und „Religionspädagogik“ (Foto: H. Kuzaj)

Die Kontakte wurden auch für die tätigkeitsbegleitenden Ausbildungen, für ein Praxisjahr zwischen den Ausbildungsstufen und die Suche nach Praxisplätzen genutzt.


Fortbildung Trauma

Im Rahmen einer informativen Fortbildung hat jetzt Daniela Finkelstein (Marriage and Family Therapist, M.A.) vom Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. eine Einführungsschulung an den EFS gegeben. Diese erste Veranstaltung richtete sich vorrangig an Lehrkräfte der EFS, zeigte jedoch auch: Dieses Thema verdient vermehrte Aufmerksamkeit und wird an unserer Schule sicherlich noch des Öfteren in Seminaren, Fortbildungen, Lehrveranstaltungen und mehr aufgegriffen werden.

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma ist:

ein gewaltvolles oder überwältigendes Ereignis, das die körperliche, seelische und/oder soziale Unversehrtheit, oft sogar das Leben bedroht

das mit einem Gefühl der Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust einhergeht

und mit den üblichen und zur Verfügung stehenden Bewältigungsstrategien nicht zu verarbeiten oder zu überleben ist und das deshalb spezifische Bewältigungsstrategien erfordert.

Auslöser können beispielsweise (Natur-)Katastrophen, lebensbedrohliche Unfälle, Gewalterfahrungen, sexuelle Gewalterfahrunge, Aufenthalt in Kriegsgebieten, Teilnahme an Kriegshandlungen, Geiselhaft oder auch Folter sein.

Pädagogin Ida Mohring kommentiert: „Die Basic Fortbildung zum Thema Traum bei geflüchteten Menschen ermöglichte einen guten Einblick in die verschiedenen traumatischen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf Betroffenen. Der lebendige Vortrag war mit vielen Beispielen gefüllt, so dass Bezüge auch zu den Schülerinnen und Schülern unserer Schule hergestellt werden konnten. Der NTFN, bei dem Frau Finkelstein in Hannover arbeitet, bietet auch in Osnabrück die Möglichkeit der Beratung / Therapie für geflüchtete Menschen an. Personen können sich ohne Termin in der offenen Sprechstunde beraten lassen. Vom NTFN in Osnabrück besteht eine enge Kooperation mit dem Ameos Klinikum. Für Fachkräfte wird ein Hilfstelefon angeboten, das auch für uns an der einen oder anderen Stelle unterstützend sein könnte. Für mich stellte die Fortbildung eine gute Auffrischung meiner Kenntnisse dar.“


Grußwort der neuen EFS-Schulleitung

„Freiheit – Neuzeit – Vor allem angstfrei – In der Unruhe liegt die Kraft. Fesch sein – Frech sein – Keiner kriegt uns jetzt klein. Tanz‘ drüber nach, Tanz‘ drüber nach…“ (Aus „Angstfrei“ von Herbert Grönemeyer)

An diese Textpassage aus dem Lied von Herbert Grönemeyer musste ich in den vergangenen Wochen des Öfteren denken. Irgendwie auch ein passender Text für einen Schulleitungswechsel. Seit vergangenem Jahr erlebt unsere Schulgemeinschaft in verschiedenen Schritten, wie sich dieser an den Ev. Fachschulen vollzieht. Nun ist es Zeit für eine kleine Vorstellung:

Mein Name ist Tanja Krone-Strube, und ich bin 44 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 16 und 12 Jahren. Seit 2009 arbeite ich als Lehrkraft an den EFS. Ich durfte die Schule schon aus verschiedenen Positionen erleben, etwa als Leitung des Praxisamts oder seit 2016 als stellvertretende Schulleitung.

Seit 19 Jahren war Ulrike Kläfker Schulleitung der EFS. Eine lange Zeit, in der sie die Schule geprägt hat, und für die ich mich an dieser Stelle schon einmal stellvertretend bedanken möchte.

Als ich Ende 2019 mein Studium zum Schulmanagement begonnen habe, wollte ich zum einen mehr theoretischen Input zu Fragen der Schulentwicklung, Personal- und Unterrichtsentwicklung erlangen. Ich wollte mir aber auch darüber klar werden, ob ich mir die Übernahme der Leitungsfunktion vorstellen kann.

Im vergangenen Jahr habe ich berufsbegleitend meine Masterarbeit geschrieben und mein Studium abgeschlossen und war mir gleichzeitig sicher, dass ich diese Aufgabe gerne übernehmen möchte.

Es folgten ein Vorstellungsgespräch, das Votum der Gesamtkonferenz, die Entscheidungen des Kuratoriums und der Kirchenkreisverbandssitzung sowie ein Besuch des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung in meinem Unterricht und bei einer Schulkonferenz. 

Die Schulgemeinschaft bestehend aus Schülerinnen und Schülern und Kolleginnen und Kollegen haben mich dabei unglaublich nett unterstützt und begleitet. So bekam ich zum Beispiel ein Glas mit vielen guten Wünschen und netten Worten für jeden Tag zum Herausnehmen aus dem Kollegium. Nervennahrung in Form von Süßigkeiten waren auch dabei. 

Herzlichen Dank an alle für diese schöne Idee, über die ich mich täglich freue :-)!!!

Nachdem ich alle Stationen des Bewerbungsprozesses erfolgreich hinter mich bringen konnte, darf ich mich nun seit dem 1. Februar Schulleitung der Ev. Fachschulen nennen. Das klingt noch sehr ungewohnt, und ich freue mich, dass ich diese Position nun einnehmen darf. Das nächste halbe Jahr bis zum Sommer wird Frau Kläfker mir dabei noch beratend zur Seite stehen, bis wir sie in der Schulgemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Die letzten Monate, aber auch die ersten Wochen als Schulleitung treffen dabei gut die Textzeilen aus dem Lied von Grönemeyer: 

„Freiheit. Neuzeit. Vor allem angstfrei. In der Unruhe liegt die Kraft.“

Natürlich werde ich mich einarbeiten müssen und manche Tage sind eine Herausforderung und andere Tage eine Leichtigkeit. Durch meinen Wechsel in die Schulleitung wird sich auch eine Veränderung in der Stellvertretung ergeben. Dies wird uns die nächsten Wochen beschäftigen und auch hier wird sich wieder jemand einarbeiten müssen. Wir werden uns im Sommer von Frau Kläfker verabschieden müssen.

Ein Wechsel bedeutet immer etwas Unruhe, aber auch ganz viel Chance für neue Wege. Wir werden viel Vertrautes bewahren und gleichzeitig angstfrei auf neue Wege blicken. „Tanz’ drüber nach.“ Auf diese „tanzende“ Reise in die Zukunft mit Ihnen und Euch allen freue ich mich riesig! 

Mit besten Grüßen,

Tanja Krone-Strube


Zertifizierte PraxismentorInnen

Vom 26. August 2022 bis zum 17. Februar 2023 haben pädagogische MitarbeiterInnen verschiedener Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Osnabrück unter der Leitung von Kristina Nolte die Gesamtzertifizierung Praxismentoring mit dem Stundenumfang von 44 UE erfolgreich absolviert.

Die Auseinandersetzung und Qualifizierung im Praxismentoring ist eine besondere Stellschraube im gegenwärtigen Arbeitsmarkt und sensibilisiert und professionalisiert die geschulten PädagogInnen in der Begleitung, Beratung und Qualifizierung von zukünftigem Fachpersonal im Praxisfeld.

„Das war ein super netter Kurs. Hat Spaß gemacht!“ – so der Kommentar der Teilnehmer.

Inhalte der Weiterbildung sind:

Identität als Praxismentor/In entwickeln

Praktische Ausbildung planen und begleiten

Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und begleiten

Auszubildende beraten

Mit Auszubildenden reflektieren

Die Kurse werden durch das Kultusministerium gefördert.Eine wichtige Stellschraube bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ist eine qualitativhochwertige und professionelle Praxisanleitung in Ihren Einrichtungen in enger Kooperation mit uns als Ausbildungsstätte. Wir müssen uns auf die junge Generation einstellen und sie für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers gewinnen. Nutzen Sie die Chance und qualifizieren Sie jetzt ihr Team gemeinsam im Praxismentoring zur Optimierung ihrer personalen Qualität. Wenn wir Sie unterstützen sollen, melden Sie sich gerne via Mail bei k.nolte@efs-os.de


Medientag 2023 – Alles Gaming, oder was?

Von Action-Fotos vorm Green Screen über eigene kleine Spiele, von Schnitzeljagden mit der 360-Grad-Kamera bis zu kunterbunten Comic-Projekten: Beim Medienpädagogik-Praxistag an den EFS konnten SchülerInnen und Pädagoginnen vieles ausprobieren und auf Praxistauglichkeit testen.

So sieht der Medientag als Comic aus – Danke, Philipp :-)!

Die einen verfluchen sie, andere lieben sie: Medien und Games. Verdaddeln Kinder ihre Zeit an Playstation und Switch, schrillen die Warnglocken. Ist aber wieder einmal die Rede von der Digitalisierungswüste Deutschland, schlagen Experten ebenfalls Alarm. Ja, was denn nun? Worauf es jetzt ankommt? Wir alle müssen uns intensiver mit den Möglichkeiten und auch Gefahren neuer Medien auseinandersetzen, um Kinder und Jugendliche kompetent zu begleiten, zu begeistern, zu informieren und mehr. Um neue Werkzeuge und Optionen für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kennenzulernen und vor allem selbst auszuprobieren, haben die EFS in Kooperation mit der LAG Jugend und Film Niedersachsen jetzt zu einem praktischen Medienpädagogik-Tag eingeladen.

So funktioniert Makey-Makey.

Dieser Workshop- und Schulungstag richtete sich an alle Klassen und alle interessierten Lehrkräfte. Das Zertifikat zum Ende des Workshops ist ein wichtiges Dokument für künftige Arbeitgeber. Noch viel wichtiger waren aber die vielen, vielen fundierten Erfahrungen, die wir an diesem Tag sammeln konnten.

Schülerin Emma Tappe resümiert: „Der Medienpädagogiktag hat mir super gefallen. Viele Einblicke in so viele Bereiche. Man konnte alles praktisch ausprobieren und ich habe viele neue Ideen die ich jetzt in der Praxis ausprobieren kann.“

Vor dem Green Screen durfte „geposed“ werden.

Diese Themenbereiche gab es:

Game-Design-Labor
Digitale Games sind für immer mehr Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene ein sehr relevantes Medium. Aber Games lassen sich nicht nur konsumieren, sondern auch selbst gestalten: Der Workshop zeigte, wie und mit welchen niedrigschwelligen und zumeist frei verfügbaren Werkzeugen sich eigene Game-Projekte und digitale Erzählungen verwirklichen lassen, von Serious Games über einfache Action-Spiele bis hin zu komplexeren digitalen Welten.

Die ReferentInnen der LAG Jugend und Film Niedersachsen.

360-Grad-Kamera: Medienpraxis im Rundumblick
360-Grad-Kameras erlauben es, Situationen sowohl filmisch als auch fotografisch aus faszinierenden Perspektiven einzufangen. Gleichzeitig eignet sich dieses Format auch für zahlreiche medienpraktische Experimente: Von Timelapses und Social Media-Videoclips bis hin zu navigierbaren 360-Spaces. Letztere können sogar für komplexere Projekte wie Kunstausstellungen oder digitale Escape-Rooms genutzt werden. Der Workshop führte in die Nutzung von 360-Grad- Kameras ein und erlaubte es den Teilnehmer*innen, eigene Aufnahmen zu machen und eigene Projekt-Prototypen zu realisieren.

Draw your Game – eignet sich auch für den Kindergarten.

Filmen, animieren, Spiele bauen: Tablets im medienpraktischen Einsatz
Tablets ermöglichen heute vielfältige und spannende Medienprojekte, gerade auch mit Kindern im Grundschulalter: Vom Erstellen von Trickfilmen und Animationen bis hin zum Gestalten einfacher Spielwelten reichen hier die Experimentiermöglichkeiten. Der Workshop stellte verschiedene Werkzeuge und Methoden vor und erlaubte es den Teilnehmer*innen, schnell eigene Arbeiten zu erstellen und Anregungen dafür zu erhalten, wie sich medienpraktische Workshops mit dem Tablet gestalten lassen.

Eigene Spiele bauen mit „Scratch“.