OLB Studienfahrt Berlin: Auf den Spuren der DDR und mehr…

Vom 24.09.2018 bis zum 28.09.2018 standen für die Oberstufen die Studienfahrten an. In der Unterstufe konnten wir im Rahmen eines OLBs (optionaler Lernbereich) einen Kurs wählen, in dem wir uns spezifisch auf die Fahrt vorbereiten konnten. Zur Auswahl standen Rügen, die Landesgartenschau in Bad Iburg oder die Hauptstadt Berlin.

Wir aus dem OLB-Berlin trafen uns im Kurs wöchentlich nach den Sommerferien, um die Fahrt vorzubereiten.  Unter anderem besuchten wir das Hasetorkino, um den Film „Gundermann“ zu sehen. Hier wird eindrucksvoll anhand einer realen Biografie eines relativ bekannten Sängers gezeigt, wie eng alltägliches, kulturelles, berufliches und politisches Leben in der ehemaligen DDR miteinander verbunden gewesen ist und vor welche Probleme einzelne Menschen z.B. durch die Stasi  – als Spitzel und als Opfer – gestellt wurden. Außerdem haben wir in Kleingruppen unterschiedliche Themen zur ehemaligen DDR aufbereitet und dem gesamten Kurs präsentiert.

Pro Tag während der Studienfahrt gab es ein Tagesteam, bestehend aus fünf bis sechs Schüler*innen, diese waren jeweils dafür zuständig, den Tag mit allen Veranstaltungen sowie ein Abendprogramm zu planen. Da wir in unserer beruflichen Zukunft auch des Öfteren Tagesausflüge oder Freizeiten organisieren und durchführen werden, war das eine gute Vorbereitung.

Wir trafen uns am Montag, den 24.09.2018 um 9:50 Uhr am Bahnhof in Osnabrück. Gemeinsam bestritten wir die dreistündige Zugfahrt nach Berlin. Die Stimmung war ausgelassen, da wir uns alle freuten, dass es endlich losging. Ebenso waren wir gespannt, wie die Woche wird. Um circa 13 Uhr erreichten wir den Berliner Hauptbahnhof.
Das erste Tagesteam musste uns vom Bahnhof zur Unterkunft (Gäste-Etage an der Osloer Straße) führen. In der Unterkunft hatten wir dann Zeit, um uns einzurichten, bevor wir uns mit dem ersten Tagesteam die touristischen Highlights von Berlin anguckten, wie zum Beispiel das Brandenburger Tor, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, den Fernsehturm, den Bundestag und den Alex. Nach mehr oder weniger lustigen Gruppenfotos an einigen Sehenswürdigkeit trafen wir uns in der Gäste Etage und machten einen gemütlichen Cocktail- und Spieleabend. Das Tagesteam kaufte vor Ort dafür ein.

Am Dienstagmorgen besuchten wir eine multimediale Ausstellung zur Teilung Berlins, zur Berliner Mauer, zu den Fluchtversuchen vieler Bürger*innen Ostberlins sowie die Gedenkstätte an der Bernauer Straße.
Nachmittags ging es zum DDR Museum an der Spree, dort wurde besonders das Alltagsleben in der ehemaligen DDR dargestellt. Von der Wohnungseinrichtung bis zum Thema Sport und Freizeit, von der beruflichen Bildung bis zur Stasi-Überwachung, von den JungenPionieren bis zur FDJ: Zahlreiche Exponate zum Anfassen und zum Ausprobieren machten die DDR „greifbarer“ für uns.

Am Abend teilte sich die Gruppe. Ein Teil ging ins Fußballstation und guckte sich das Spiel Union Berlin gegen Holstein Kiel an. Die andere Hälfte spielte in den Gemeinschaftsraum Werwolf.

Mittwochs ging es zur  Deutschen Gesellschaft e.V.  am Potsdamer Platz. Dort besuchten wir ein Seminar zum politischen System der DDR. Das Highlight an diesem Tag war der Ausflug zum Plänterwald, einem stillgelegten Freizeitpark an der Spree, der der einzige Freizeitpark der ehemaligen DDR war. Das stillgelegte rostige Riesenrad, welches durch den Wind bewegt wurde, gab dem Freizeitpark ein besonderes Flair. Unter strenger Aufsicht durch die Security bekamen wir eine Führung durch diesen Park.  Am späten Nachmittag hatten wir dann Freizeit, bevor wir uns um 19 Uhr zum gemeinsamen Essen in der Unterkunft trafen. Die Mahlzeit  – ein leckeres Curry – bereitete das zuständige Tagesteam vor.

Am Donnerstag stand ein Besuch bei Gangway e.V. an. Dies ist eine große Berliner Einrichtung im Bereich Streetwork. Diese Einrichtung fanden wir sehr interessant, weil wir viel für unsere sozialpädagogische Arbeit mitnehmen konnten.  Die Mitarbeiterin von Gangway brachte uns den Berufszweig Streetwork sehr authentisch näher und stand für vertiefende Fragen zur Verfügung. Besonders beindruckend war für uns ihre deutlich werdende sehr wertschätzende Haltung gegenüber den Klienten und der nachvollziehbar niedrigschwellige Ansatz.

Für einige war es eine sehr lange letzte Nacht mit Clubbesuchen, bevor Freitag die Heimreise  – nach einem Brunch, vorbereitet durch das Tagesteam – anstand. Wir versuchten, die lange Zugfahrt mit Regionalzügen und mehreren Umstiegen so angenehm  wie möglich zu machen, indem wir zum Beispiel Blackstorys gespielt haben. Um ca. 18 Uhr erreichten wir gemeinsam den Zielbahnhof in Osnabrück.

Die Woche in Berlin ging sehr schnell um. Trotz der vielen Programmpunkte gab es auch genug Freizeit für die individuelle Erkundung der Hauptstadt.  Insgesamt war die Kursfahrt nach Berlin sehr erlebnisreich, informativ und oft humorvoll.  Als Ergebnis der Fahrt soll eine Ausstellung zu den Kursthemen im Studiercafé der EFS entstehen.

– verfasst vom OLB Berlin im Oktober 2018



Erlebnispädagogik: Kanadiertour 2011

Bramsche-Rathaus bis Gymnasium Bersenbrück

Ein Erlebnisbericht

Bevor die Boote zu Wasser gelassen wurden, gab es eine Erläuterung der wichtigsten Ruder- und Sicherungstechniken. Während der gesamten Fahrt konnte ich erleben, wie die sich Gruppe besser kennenlernte, Erfahrungen sammelte, Stärken entdeckte und Teamgeist entwickelte. Ich sah so viele verschiedene Vogelarten wie schon lange nicht mehr, konnte beobachten wie die Landschaft sich im Vorbeifahren veränderte und ließ mich hin und wieder treiben. So lernte ich die Strömung des Flusses kennen. Meine Kräfte musste ich während der Fahrt gut einschätzen und einzuteilen. Auch habe ich gelernt, wie wichtig es ist, sich abzusprechen und vorausschauend zu steuern, um so das Boot gut an Hindernissen vorbeizusteuern. Alles in allem lässt sich sagen, dass diese Erfahrung sehr schön und wichtig für mich war und mir sehr viel Kraft für die kommende Zeit geschenkt hat. (Simone, Schülerin – 2011) „Erlebnispädagogik: Kanadiertour 2011“ weiterlesen


HAJK 2011: Wir haben es geschafft …

Ein Erlebnisbericht über eine erlebnispädagogische Exkursion

Um 8 Uhr starteten wir unseren Hajk von den efs. Die ersten 3 km gingen flott von den Beinen. Wir liefen durch den Schölerberg am Zoo vorbei. „Hoffentlich wird es nicht regnen“, waren die Gedanken, die uns von da an begleiteten.

Zwei Schülerinnen hatten die Führung übernommen und suchten mit Karte und Kompass nach dem Weg. An einer Weggabelung kamen Zweifel auf, ob es hier links oder rechts her gehen müsste. Wir entschieden uns für rechts, was sich im Nachhinein leider als falsch herausstellte.

Immer häufiger wurde nach der Länge des Weges gefragt. Die Gruppenleitung motivierte zum Weiterlaufen. Viele kurze Zwangspausen mussten gemacht werden, damit die Gruppe zusammenbleiben konnte. Natürlich wurde deutlich wie nötig ein gewisses Vorbereitungstraining ist, um nicht zu schnell an seine Grenzen zu stoßen. Aber dazu bedurfte es ebenso der richtigen Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Nach einer Toilettenpause an einer Tankstelle gab es noch eine längere Steigung und die erste Etappe war geschafft. „HAJK 2011: Wir haben es geschafft …“ weiterlesen