Der 90. Geburtstag: Die EFS-Revue! Einladung für Freitag, 17. Mai, 19 Uhr in der Aula der EFS

Neben ernster Arbeit darf gerade in dieser Berufsausbildung die Lebensfreude nicht zu kurz kommen. Gesang und Spiel sind auch für die Schülerinnen selbst unentbehrlich. Kasperle und Schattenspiele, kleinere und größere Aufführungen heiteren und ernsten Charakters bereiten den Schülerinnen und ihren Gästen gleich genußreiche und frohe Stunden.“ (Auszug aus der Chronik der Ev. Fachschulen Osnabrück, um 1930).

2019 steht ganz im Zeichen des 90jährigen Jubiläums der Ev. Fachschulen. Da darf eine Geburtstags-Revue der OLB Kurse Chor, Band, Religionspädagogik und Improvisationstheater nicht fehlen. Seit letztem Herbst arbeiten die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe zusammen mit Jörg Spaude, Eckhard Heggemann, Karina Wilkens und Verena Jannaber in verschiedenen Wahl-Kursen an diesem gemeinsamen Projekt. Das Ergebnis wird ein bunter Revue-Abend mit Hits aus neun Jahrzehnten Musikgeschichte, aber auch besinnlichen Momenten durch religionspädagogische Impulse sowie einem unterhaltsamen, mit Improszenen gespickten Rückblick auf 90 Jahre EFS.

Die Aufführung findet statt am Freitag, 17.05., 19.00 Uhr in der Aula der EFS. Der Eintritt ist frei. Spenden für den Schülerhilfefond dürfen am Ende des Abends gerne abgegeben werden. Zur besseren Planung freuen wir uns über eine Anmeldung unter: info@efs-os.de oder telefonisch unter 0541/951010.

Wer es am 17.05. nicht zur Aufführung schafft, ist auch schon herzlich zur öffentlichen Generalprobe am Donnerstag, 16.05. ab 13.45 Uhr eingeladen.

Es freuen sich auf viele Zuschauende: Die Unterstufen der EFS!

 


Einladung zum Vortrag: „Das Bundesteilhabegesetz und die neue Eingliederungshilfe – Chancen und Herausforderungen aus heilpädagogischer Perspektive“

Am Mittwoch, 22.5. um 16.30 Uhr findet anlässlich des 90jährigen Jubiläums der EFS  in der Aula der Schule ein Vortrag von Kai Timpe, Geschäftsführer des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik e.V. zum Bundesteilhabegesetz statt.  Herr Timpe kündigt seinen Vortrag folgendermaßen an:

„Das Bundesteilhabegesetz und die neue Eingliederungshilfe – Chancen und Herausforderungen aus heilpädagogischer Perspektive“

 Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) stellt eine der größten Reformen der Sozialgesetzgebung für Menschen mit Behinderungen in Deutschland dar. Umso bedeutender ist es sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für Fachkräfte im sozialen Dienstleistungsbereich, das Gesetz und seine Logik zu kennen. Der Vortrag stellt die Intentionen, die Systematik und den Aufbau des BTHG vor und geht auf ausgewählte Aspekte, die insbesondere für die Erbringung (heil-)pädagogischer und sozialpflegerischer Leistungen relevant sind, näher ein. Zudem werden Chancen und Herausforderungen des Gesetzes, insbesondere bei der Reform der Eingliederungshilfe, besprochen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos, bei größeren Gruppen bitten wir um Voranmeldung per mail an:
k.suelzle-temme@efs-os.de


Bericht zum Vortrag Prof. Dr. Claudia Maier-Höfer: „Trans*Kindheiten und wie sie „gesprochen“ werden können“

„…die Menschen sind in einem Punkt alle gleich, nämlich, dass sie jeweils verschieden von jemand anderem sind…“

Mit der Ausgangsfrage „Was ist Transgeschlechtlichkeit?“ eröffnete die Referentin ihren Vortrag und beschrieb öffentliche Diskurse wie den in der Medizin (Diagnose) und den Sozialwissenschaften (Anti-Diskriminierung und Teilhabe) mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema. Im weiteren Verlauf der Ausführungen lag dann der Fokus auf einer Broschüre des Berliner Senats, die als Beitrag zur aktuellen Diskussion vorgestellt wurde. Diese Broschüre, die als Handreichung für pädagogische Fachkräfte der Kindertagesbetreuung dient, trägt den Titel: „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“, sowie den Untertitel „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“. Die Inhalte dieser Broschüre sind unter den Begriff der „sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt“ zu subsumieren.

Die Referentin beschrieb die Reaktionen auf das Erscheinen dieser Fachpublikation, die sehr unterschiedlich waren. Von einigen Printmedien wie z.B. der Berliner Zeitung und im Internet wurde sie scharf angegriffen. Durch Anträge verschiedener Parteien im Berliner Senat wurde ohne Erfolg versucht, die Verbreitung dieser Handreichung zu stoppen. Die Reaktionen aus der Fachwelt dagegen waren zustimmend und würden hinreichend zeigen, wie kontrovers dieses Thema in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

Im Anschluss an den Vortrag war die anwesende Zuhörerschaft aufgefordert, eigene Erfahrungen aus Alltagssituationen in der Kita zum Thema einzubringen und zu diskutieren. Mit abschließendem Applaus wurde die Referentin für einen sehr informativen Vortrag zu einem aktuellen Thema der Pädagogik verabschiedet.

E. Heggemann, März 2019


Geburtstagsparty zum 90. Geburtstag der EFS – Tolle Stimmung am 8.3.19 in der Lagerhalle Osnabrück

Das war ein großes „Hallo!“  – manche haben sich  mehr als 25 Jahre nicht gesehen, andere saßen morgens noch zusammen im Klassenraum  – und alle fühlen sich der großen Schulgemeinschaft der EFS zugehörig!
Knapp 300 Gäste sind der Partyeinladung gefolgt und haben in der Lagerhalle zusammen gesungen, gefeiert, getanzt, gequatscht und vieles mehr.

Für großen Spaß sorgte auch der „goldene Rahmen“, mit dem sich neue und alte Gruppierungen inszenieren konnten.

So viele Verbindungen zwischen ehemaligen und jetzigen Schüler*innen in der Praxis und privat, so viele noch einmal zu reflektierende Situationen, so viele Erinnerungen an gemeinsamen Unterricht, an Gruppenarbeiten und Prüfungen und Projekte und Studienfahrten, so viel zu erzählen…

Der besondere Dank geht das Team König/Heidemann/Retta Juchem für das großartige „Rudelsingen“ der EFS-Hits, an den Vorbereitungskreis für die gelungene Planung, an die Lagerhalle für die perfekte Location und den Service und vor allem an die vielen gut gelaunten Gäste, die das „EFS-Feeling“ spürbar gemacht haben!



Ankündigung: Vortrag Prof. Dr. Claudia Maier-Höfer: „Trans*Kindheiten und wie sie „gesprochen“ werden können“

Das 90-jährige Schuljubiläum der Ev. Fachschulen Osnabrück gibt uns den Anlass, einige Fachvorträge aus der wissenschaftlichen Pädagogik für unsere Kooperationspartner aus der Praxis sowie für unsere Schüler*innen anzubieten.

Am 27.03.19 referiert Frau Prof. Dr. Maier-Höfer zum Thema „Trans*Kindheiten und wie sie „gesprochen“ werden können“.

Hier einige inhaltliche Informationen:
Die Empfindung des eigenen Geschlechts ist eine Dimension von Sorge-um-sich-Selbst, die aus den gegenwärtigen Systematiken der Kategorisierung und Identifizierung von Menschen herausfällt. Diese Dimension wird insbesondere Kindern nicht zugestanden, ebenso wenig wie die Selbstbestimmung ihres Geschlechts, die aus dieser Empfindung hervorgeht. Sie wird z.B. nicht beachtet, wenn es um die Erstellung von Namenslisten geht. Auf andere Weise, und als „die Anderen“ im Gegensatz zu den „Normalen“ wird meist von Trans* gesprochen und zwar so, als ob die Menschen, die es angeht gar nicht dabei sind und mitsprechen könnten, wenn Trans* ein Bezugspunkt wird, um Gemeinschaftsprozesse zu organisieren. Welche Möglichkeiten können Gemeinschaften erarbeiten, um Selbstbestimmung von Mädchen und Jungen und deren Mitsprechen zu organisieren?

Termin: Mittwoch, den 27. März 2019 
um 14.30 Uhr für Kita- Leitungen und interessierte Fachkräfte
um 17.00 Uhr für unsere Abendklassen in der Erzieher*innen- Ausbildung und im Bereich Heilpädagogik

Herzliche Einladung!
Anmeldung und Infos unter 0541 – 951010


90 Jahre EFS: Sehenswerte, berührende und vielseitige Präsentationen am Tag der offenen Tür

1929 – 2019: 90 Jahre Evangelische Fachschulen in Osnabrück!

Dem Anlass entsprechend haben in der Projektwoche 16 Gruppen intensiv zu unterschiedlichsten historischen, erzieherischen und zukünftigen Themen gearbeitet und am sehr gut besuchten Tag der offenen Tür die Ergebnisse präsentiert.

Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zum Tag der offenen Tür:
Zum Zeitungsartikel vom 10.02.2019

Weitere Berichte folgen…

Hier schon mal einige erste Eindrücke: 


Auftakt zur Projektwoche „90 Jahre EFS“ mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Hellmann (Hochschule OS)

Am Montagmorgen (4.2.19) wurde es eng in der Aula der EFS, denn die Schulgemeinschaft war mit allen Klassen des Tagesbetriebs vollzählig versammelt, um zur Einführung in die Projektwoche einen wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Hellmann (Hochschule Osnabrück) zu hören.

Passend zum 90. Geburtstag der Schule ging es thematisch zunächst um einen historischen Überblick zur Geschichte der Sozialen Arbeit, und damit auch zur Geschichte von „Armut und Elend“, wie Hellmann sich ausdrückte. Und so spannte er den weiten Bogen vom 12. Jahrhundert über Luther und die Reformation zur Epoche der Industrialisierung, als mit Karl Marx und der beginnenden Arbeiterbewegung auch eine politische Veränderung im Umgang mit Benachteiligten einsetzte. Spannend war die Darstellung der unterschiedlichen Ansichten von Materialisten und Idealisten in Bezug auf das menschliche Dasein und das menschliche Bewusstsein – mit dem Heben des Armes sollten die Zuhörenden kundtun, welcher Ansicht sie eher zustimmen.

Das Rauhe Haus Wicherns in Hamburg, die Sozialgesetze Bismarcks, die Gründung der ersten sozialen Frauenschule in Berlin durch Alice Salomon, die sozialpolitischen Erneuerungen der Weimarer Republik  (1924 entstand z.B. das erste Reichsjugendwohlfahrtsgesetz), das ab 1933 existierende menschenverachtende System der Nationalsozialisten und die nach Kriegsende entstehenden Neuerungen wie die UN Menschenrechtskonvention (1948) waren nur einige der Meilensteine, die auf dem Weg in das heutige sozialpolitische und sozialpädagogische System zu nennen sind.

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit den aktuellen Anforderungen an die  Akteure professioneller Sozialarbeit weiter, denn die EFS hat sich zum Ziel gesetzt, zum Geburtstagsjubiläum sowohl den Blick zurück in die geschichtlichen Zusammenhänge als auch nach vorn in die Zukunft zu werfen.

So stellte Prof. Dr. Hellmann die Indikatoren einer Profession im allgemeinen vor, um sich dann im speziellen den Aufgaben von Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen zu widmen. Interessante Beispiele zu berufsethischen Prinzipien, zu fachlichen Standards und zur sozialen Gerechtigkeit boten auch nach dem Vortrag noch Impulse zur weiteren Vertiefung. Der Vortrag endete mit dem Appell, für die eigenen beruflichen Interessen zu streiten und „Billigversionen“ von Ausbildung und Studium in sozialpädagogischen Berufen mit großer Skepsis gegenüber zu stehen.

Nach dem abschließenden Applaus und dem Dank an Prof. Dr. Hellmann für seinen interessanten Vortrag starteten dann die 16 Projektgruppen motiviert in die Arbeit – die vielseitigen Ergebnisse werden am Tag der offen Tür am 9. Februar von 11 – 15 Uhr präsentiert.

Herzliche Einladung!


25.01.19: Examensfeier FSP TZ4 und HP TZ3 in der Lutherkirche

Nach 2,5 Jahren beendeten die Studierenden der HP TZ 3 ihre berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Heilpädagog*in, und nach 3,5 Jahren konnten die Studierenden der FSP TZ 4 ebenso stolz ihre Abschlusszeugnisse zum/zur Erzieher*in präsentieren.
Mit einer feierlichen Andacht (Dietmar König und Lotta Befeldt) und treffenden Worten durch die Schulleiterin Ulrike Kläfker, die Klassenlehrerinnen und die Klassensprecherinnen wurde das besondere Engagement der Absolvent*innen intensiv gewürdigt. Über einen so langen Zeitraum zwei mal wöchentlich abends, an vielen Samstagen und in den Blockwochen die Motivation hoch zu halten, neben Beruf und Familie immer wieder zu lernen, sich zu Gruppenarbeiten zu treffen und Prüfungen zu bestehen – das alles wurde gestern mit der Vergabe der staatlichen Anerkennung in den beiden Berufen belohnt.
Besonders hervorgehoben wurde die jeweilige Klassengemeinschaft – das Miteinander in den beiden Klassen hat sehr gut funktioniert, so dass sich alle gegenseitig motivieren und unterstützen konnten. Und auch der Spaß kam offensichtlich nicht zu kurz, wie die anwesenden Gäste durch die vielen Insider-Anspielungen erfahren konnten.

 


„Frühlings Erwachen“ – Theaterprojekttag der Unterstufen

Im letzten Halbjahr haben die drei Unterstufenklassen sich im Deutschunterricht intensiv mit Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen – eine Kindertragödie“ auseinandergesetzt. Obwohl das Drama vor mehr als 125 Jahren entstanden ist, hat es wenig an Aktualität verloren, denn die zentralen Themen Pubertät, Sexualität, Aufklärung, Erziehung durch Elternhaus und Schule sowie das Aufwachsen Jugendlicher in dem Spannungsfeld „Individuelle Entwicklung  – gesellschaftliche Normen“ beschäftigen uns auch heute.
Nachdem die Schüler*innen die Hauptfiguren Wendla, Melchior und Moritz mit ihren vielen Facetten und Problemen kennengelernt und bereits während des Unterrichts zahlreiche Szenen nachgespielt und in die heutige Sprache übersetzt haben, wurde diese kreative Umsetzung am 18. Januar 2019 mit professioneller Begleitung in vier Workshops weiter fortgeführt.
Sowohl beim Tanztheater also auch in den Theaterworkshops und bei der Schreibwerkstatt konnten beeindruckende Ergebnisse erzielt werden, die abschließend in der Aula der EFS präsentiert wurden.
Während der kommenden Projektwoche wird die Theaterarbeit weiter fortgeführt und am Tag der offenen Tür – 9. Februar – wird die szenische Collage zu Frühlings Erwachen uraufgeführt – wir sind gespannt!